HC Thurgau unterliegt La Chaux-de-Fonds klar

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    Weinfelden,

    Der HC Thurgau verliert bei La Chaux-de-Fonds mit 2:6. Trotz Chancen und gutem Powerplay sorgen defensive Fehler für die deutliche Niederlage.

    HC Thurgau
    Der HC Thurgau ist ein Schweizer Eishockeyclub aus Weinfelden im Kanton Thurgau. Der Club trägt seine Heimspiele in der Eishalle Güttingersreuti aus. - HC Thurgau/ Grafik Nau.ch

    Wie der HC Thurgau mitteilt, waren sowohl La Chaux-de-Fonds als auch der HC Thurgau mit jeweils drei Punkten aus vier Spielen nicht wie gewünscht in die neue Saison gestartet. Entsprechend wichtig war die Direktbegegnung für beide Teams.

    Der Start ins Spiel verlief ausgeglichen, wobei die Thurgauer sogar mehr Abschlüsse auf das Tor ihres ehemaligen Goalies Bryan Rüegger verzeichneten. Den ersten Treffer erzielte aber das Heimteam. In der 11. Minute agierte die HCT-Defensive zu wenig nahe am Gegenspieler, James Akezon kam frei zum Abschluss und hämmerte die Scheibe an Neuenschwander vorbei zum 1:0.

    Die Reaktion folgte prompt und eindrücklich effizient. In der 15. Minute durfte Thurgau erstmals im Powerplay ran. Ganze fünf Sekunden dauerte es, ehe Zach Okabe mit einem Querpass Livio Truog fand, der zum 1:1 einschoss. Kurz vor der ersten Pause hatten die Leuen dann Glück, als Kay Schweri nur die Latte traf.

    Zu viele Fehler im Mitteldrittel

    Den Start ins zweite Drittel verschlief der HCT. Unkonzentriertheiten, Fehler im Spielaufbau und eine unnötige Strafe von Truog brachten die Thurgauer unter Druck. Trotzdem bot sich ausgerechnet in Unterzahl die grosse Chance zur Führung: Etter scheiterte jedoch an der Latte.

    Die Strafe überstanden die Leuen zwar, aus der anschliessenden Druckphase konnten sie sich aber nicht befreien. Toms Andersons nutzte dies zum 2:1. In der 32. Minute folgte bereits der nächste Rückschlag. Ein Puck sprang unglücklich hinter dem Thurgauer Tor hervor, Neuenschwander wurde auf dem falschen Fuss erwischt und Riley Damiani bedankte sich mit dem 3:1.

    Thurgau blieb offensiv durchaus gefährlich. Besonders im Powerplay lief die Scheibe gefällig durch die eigenen Reihen. Allein: Das Abschlussglück fehlte. Sinnbildlich dafür stand Murers Lattenschuss in der 36. Minute. Die Zwei-Tore-Führung der Neuenburger nach 40 Minuten war dennoch verdient. Während der HCT offensiv seine Chancen nicht nutzte, erlaubte man sich defensiv schlicht zu viele Fehler.

    Anschlusstreffer – und der nächste Rückschlag

    Hoffnung keimte in der 42. Minute auf. Dieses Mal patzte Rüegger, Truog erbte die Scheibe und schob sie per «Buebetrickli» zum 2:3 ins Tor. War das die Initialzündung?

    Leider nein. Nur eine Minute später stellte Oliver Achermann den alten Abstand wieder her. Beim 4:2 offenbarte die HCT-Defensive erneut grosse Abstimmungsprobleme. Zu passiv, zu weit weg vom Gegenspieler und ohne die nötige Ordnung – in diesem Bereich wartet viel Arbeit auf den Coaching-Staff.

    Die Gelegenheit, nochmals Spannung in die Partie zu bringen, wäre dennoch vorhanden gewesen. Rund 90 Sekunden durfte Thurgau mit zwei Spielern mehr agieren, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Kurz darauf unterlief Villa an der blauen Linie ein folgenschwerer Fehler. La Chaux-de-Fonds konterte und Yannick-Gil Antenen erhöhte auf 5:2.

    Antenen setzte mit seinem zweiten Treffer zum 6:2 auch den Schlusspunkt. Wieder zeigte sich dabei dasselbe Bild: Die Abstimmung in der Thurgauer Defensive fehlte, die Abstände waren zu gross und die Gegenspieler erhielten viel zu viel Raum.

    Viel Arbeit wartet

    Das Resultat fällt deutlich aus, und dennoch war beim HCT nicht alles schlecht. Die Thurgauer erspielten sich Chancen, trafen zweimal Aluminium und zeigten insbesondere im Powerplay durchaus ansprechende Ansätze. Doch auf der anderen Seite sind die defensiven Probleme momentan nicht zu übersehen.

    Hier wartet viel Arbeit auf den Coaching-Staff. Die Automatismen und die Abstimmung müssen schnellstmöglich besser werden. Denn eines ist nach diesem Abend in La Chaux-de-Fonds klar: Will der HCT in die Erfolgsspur finden, muss vor allem die defensive Ordnung zurückkehren.

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