Erfolge gegen giftigen Riesenbärenklau

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Die Stadt Bischofszell meldet erste Erfolge bei der Bekämpfung des giftigen Riesenbärenklaus (Heracleum mantegazzianum) entlang von Thur und Sitter.

Der Grubplatz in Bischofzell.
Der Grubplatz in Bischofzell. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie die Stadt Bischofszell berichtet, zeigen die aktiven Bekämpfungsmassnahmen der letzten Jahre gegen den giftigen Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) erste Erfolge. Die Bekämpfung dieser invasiven Pflanze ist Teil des Neophytenkonzepts und wird jährlich überprüft.

Der Riesenbärenklau ist eine bis zu vier Meter hohe, zweijährige Staude. Charakteristisch sind die tief eingeschnittenen, gezackten und bis zu einem Meter breiten Blätter. Die weissen Blütendolden können einen Durchmesser von bis zu 50 Zentimetern erreichen.

Der Stängel ist an der Basis bis zu zehn Zentimeter dick und häufig dunkelrot gefleckt. Die Pflanze sollte möglichst früh im Jahr bekämpft werden, solange sie noch klein ist. Bei Berührung können sehr schmerzhafte Hautverbrennungen entstehen.

Erfolge bei Bekämpfung von Neophyten

Seit mehreren Jahren lässt das Amt für Umwelt Thurgau durch das Forstrevier AachThurSitter die Uferbereiche von Sitter und Thur beidseitig auf Neophyten überprüfen. Die Stadt Bischofszell beteiligt sich mit 25 Prozent an den Kosten.

Von April bis Oktober bekämpft das Forstrevier im kantonalen Auftrag zweimal jährlich invasive Neophyten in definierten Perimetern: an der Thur im Gebiet Rengishalden / Unteres Ghögg-Muggensturm sowie entlang der Sitter zwischen der ARA und Sitterdorf. Die Standorte der Neophyten werden erfasst, klassifiziert und mit Bekämpfungsstatus im Thurgauer Kartenportal ThurGIS dokumentiert.

Im Gebiet Muggensturm wurde der giftige Riesenbärenklau vor rund acht Jahren durch das Abstechen des Wurzelstocks in einer Tiefe von 15 bis 20 Zentimetern bekämpft. Etwas weiter oberhalb wurden später zwei weitere Pflanzen entdeckt.

Dank der rechtzeitigen Rodung konnte eine Ausbreitung flussabwärts verhindert werden. Die Bekämpfungsmassnahmen zeigen nun erste Erfolge: Seit 2022 wurde im Gebiet Muggensturm erfreulicherweise kein Riesenbärenklau mehr gesichtet.

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