Ausserrhoden finanziert Olma-Auftritt aus dem Lotteriefonds

Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden will für den Olma-Auftritt 2028 den Lotteriefonds mit 900'000 Franken belasten. Die Vorlage kommt nun ins Parlament.

Seit Mai 2026 ist bekannt, dass die beiden Appenzeller Kantone an die Olma 2028 eingeladen sind. Letztmals war dies 2006 der Fall. Für die Durchführung des Anlasses hätten die beiden Regierungen ein Kostendach von maximal 1,5 Millionen Franken beschlossen, teilte die Ausserrhoder Staatskanzlei am Montag mit.
Aufgeteilt werden die Ausgaben im Verhältnis von 60 zu 40 Prozent. Den grösseren Anteil trägt mit 900'000 Franken Ausserrhoden. Der Regierungsrat will das Geld dafür aus dem Lotteriefonds entnehmen und hat dafür eine Kreditvorlage verabschiedet. Nun muss der Kantonsrat darüber entscheiden.
Im Organisationskomitee gab es für Ausserrhoden eine Umbesetzung: Für Pascale Sigg-Bischof, die das Amt wegen anderer Verpflichtungen abgegeben hat, ist neu Christof Chapuis Co-Präsident. Der Innerrhoder Migg Hehli bleibt Co-Präsident.
Kritik im Kanton St. Gallen
Auch der Kanton St. Gallen hatte seinen Auftritt an der Olma 2024 weitgehend aus dem Lotteriefonds finanziert. Nach der Absage des Kantons Tessin aus Spargründen füllte der Kanton die Lücke und gab 1,55 Millionen Franken für die Präsentation mit dem Motto «uf Bsuech dihei» aus. 1,4 Millionen stammten aus dem Lotteriefonds, den Rest steuerten die Gemeinden bei.
Kritik gab es deswegen etwa von den Grünen. Es gehe dabei um Standortförderung, der Lotteriefonds sei dafür die falsche Kasse, wurde argumentiert. Widerstand gab es auch von der SVP, für die der Betrag zu hoch war. Letztlich wurden aber alle Streichungsanträge abgelehnt und die Gelder bewilligt.






