Appenzellerland

Ausserrhoder Regierung beantragt Millionen für PFAS-Programm

Keystone-SDA Regional
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Herisau,

Der Ausserrhoder Regierungsrat hat beim Kantonsrat einen Kredit von 2,5 Millionen Franken für die Teilnahme an einem PFAS-Bundesprogramm beantragt. Dieses zielt unter anderem darauf ab, Belastungen mit den sogenannten Ewigkeitschemikalien in der Landwirtschaft zu senken.

Ausserrhoden testete vor allem Milch, aber auch Tränkewasser auf PFAS-Chemikalien. (Symbolbild)
Ausserrhoden testete vor allem Milch, aber auch Tränkewasser auf PFAS-Chemikalien. (Symbolbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Dass auch Ausserrhoder Landwirtschaftsbetriebe von PFAS-Belastungen betroffen sind, ist spätestens seit dem Frühling 2026 klar: Bei 58 von 169 getesteten Betrieben zeigten vor allem Messungen von Milch Werte, die über einem EU-Grenzwert liegen, der in der Schweiz bisher nicht verbindlich ist. Nun will die Regierung diese Höfe «gezielt unterstützen» und beantragte beim Kantonsrat einen Kredit von 2,5 Millionen Franken, wie aus einer Mitteilung der Ausserrhoder Regierung vom Mittwoch hervorgeht.

Mit dem Verpflichtungskredit soll Ausserrhoden am Ressourcenprogramm «Case-Management-Konzept für Landwirtschaftsbetriebe mit PFAS-Belastung» des Bundes teilnehmen können. Es umfasst gemäss Communiqué die Analyse und Begleitung der Betriebe, die Erstellung eines Betriebskonzepts zur Senkung der PFAS-Belastung und die Unterstützung von Anpassungsmassnahmen.

Das Programm des Bundes ist auf acht Jahre ausgelegt. «Dieses erlaubt es, die vom Regierungsrat bereits geplanten Unterstützungsmassnahmen in einem grösseren Kontext und mit finanzieller Beteiligung durch den Bund umzusetzen», schreibt der Regierungsrat weiter.

Das Gesuch für dieses Programm wird unter der Führung des Landwirtschaftsamts St. Gallen erarbeitet und anschliessend beim Bund eingereicht. Als Gesuchsteller beteiligt ist neben Appenzell Ausserrhoden auch Innerrhoden.

Der Bundesrat plant, bis 2028 ein befristetes PFAS-Spezialgesetz zu erarbeiten. Damit sollen in Härtefällen Landwirtschaftsbetriebe unterstützt werden können, die wegen PFAS-Belastungen erhebliche finanzielle Einbussen erleiden. Bis das Gesetz steht, werden mit besonders betroffenen Kantonen Übergangs- und Pilotmassnahmen vorbereitet. Eine dieser Massnahmen ist das Ressourcenprogramm «Case-Management-Konzept für Landwirtschaftsbetriebe mit PFAS-Belastung».

Wie die Ausserrhoder Regierung weiter schreibt, bietet der Kanton bereits von sich aus Hilfestellungen an. Seit Bekanntwerden der Resultate der freiwilligen Testkampagne für Milch und Tränkewasser könnten sich betroffene Landwirtschaftsbetriebe für eine fachliche Begleitung beim Amt für Landwirtschaft melden.

Bei der Begleitung würden die PFAS-Resultate eingeordnet, Zusammenhänge auf dem Betrieb aufgezeigt und die Ursachen für die Belastung gesucht. Ist diese gefunden, kann besprochen werden, welche Möglichkeiten zur Senkung vorhanden sind.

Kommentare

User #7610 (nicht angemeldet)

86 % der Milch in AR sind mit PFAS vergiftet ! Die Bauern dürfen jetzt nicht noch honoriert werden mit Millionen sondern sie müssen nach dem Verursacher-Prinzip selber haften ! Viele Jahre haben sie überdurchschnittlich verdient und sie wussten schon lange von dem Klärschlamm und den vergifteten Böden . Auch die sogenannten "BIO-BAUERN" sind davon betroffen obwohl sie weiter unter "BIO" Waren in den Verkauf brachten mit dem Wissen ,dass etwas nicht stimmt !

User #1168 (nicht angemeldet)

Warum werden diese Kosten nicht durch die Verursacher übernommen. Man weiß ganz genau woher diese Chemikalien stammen und nichts wird dagegen unternommen. Schande.

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