Bündner Regierung will ihr Fischereigesetz modernisieren

Chur,
Fischer in Graubünden müssen künftig wohl einen Kurs besuchen. Ein neues Gesetz soll den Tierschutz stärken und belohnt Angler, die sich für die Natur einsetzen. Die Bündner Regierung eröffnete dazu am Freitag die Vernehmlassung.

Ein zentraler Punkt der Vorlage ist die Einführung eines verpflichtenden Sachkundenachweises, wie die Regierung des Kantons Graubünden am Freitag schrieb. Damit soll der tiergerechte Umgang mit Fischen sichergestellt werden. Ausnahmen sind für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren sowie für Gäste unter Aufsicht vorgesehen.
Zudem will die Exekutive ein neues Anreizsystem schaffen. Wer sich nachweislich an der Pflege oder Aufwertung von Lebensräumen beteiligt und sogenannte Hegestunden leistet, soll von Vergünstigungen auf die Patentgebühren profitieren.
Die Besatzstrategie soll zudem modernisiert werden. Künftig stünden die Pflege der Lebensräume, die Regulierung der Fischentnahme und ein gezielter Fischbesatz im Mittelpunkt, so die Regierung weiter.
Gleichzeitig stärke die Vorlage den Schutz der Lebensräume, indem sie die Ersatzpflichten bei technischen Eingriffen in Gewässer präzisiert. Um die Qualität der Ausbildung in allen Regionen zu sichern, will die Regierung Leistungsvereinbarungen abschliessen.
Politische Behörden, Verbände und weitere Organisationen können sich bis zum 19. September 2026 auf elektronischem Weg zur Vorlage äussern. Die Beratung im Grossen Rat ist für die Junisession 2027 geplant. Das revidierte Gesetz soll schliesslich am 1. Januar 2028 in Kraft treten.






