Frauenanteil in der Bündner Verwaltung ist angestiegen

Keystone-SDA Regional
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Chur,

In den vergangenen fünf Jahren ist der Frauenanteil in der kantonalen Verwaltung Graubündens von 36 auf 40,2 Prozent gestiegen. Ebenfalls zugenommen hat der Anteil der Teilzeitbeschäftigten, nämlich von 30,7 auf 38,5 Prozent. Die Zahlen wurden heute anlässlich der Bilanz des Projekts «egual21 – Aktionsplan für Gleichstellung» präsentiert.

Der Frauenanteil in der Bündner Verwaltung ist in den letzten Jahren angestiegen. Der Kaderanteil ist allerdings weiterhin tief. (Symbolbild)
Der Frauenanteil in der Bündner Verwaltung ist in den letzten Jahren angestiegen. Der Kaderanteil ist allerdings weiterhin tief. (Symbolbild) - KEYSTONE/DPA/JAN-PHILIPP STROBEL

Das Projekt wurde 2021 mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Gleichstellung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit innerhalb der Kantonsverwaltung zu fördern. Fünf Jahre später hat die Bündner Regierung am Dienstag anlässlich des monatlichen Medientreffens eine positive Bilanz gezogen.

Der Evaluationsbericht der Fachstelle «UND» zeigt eine deutliche Verbesserung auf. Es wurden verschiedene organisatorische Rahmenbedingungen optimiert, wie beispielsweise die Urlaubsdauer: Seit dem 1. Januar 2023 haben alle Mitarbeitenden bis zum Alter von 49 Jahren Anspruch auf fünf Wochen Urlaub, zuvor waren es vier.

Dem Bericht zufolge verbesserte sich auch die finanzielle Unterstützung für die familienergänzende Kinderbetreuung, der Vaterschaftsurlaub wurde von 10 auf 13 Tage verlängert, und das Angebot an Unterstützungsdiensten sowie die Anlauf- und Meldestelle für Unregelmässigkeiten im Personalbereich wurden ausgebaut.

Trotz der positiven Bilanz gibt es nach wie vor Verbesserungspotenzial. Beim Kader liegt der Frauenanteil bei 27,4 Prozent, bei den Dienststellenleitenden stagniert er bei 11,9 Prozent. In mehreren Dienststellen – 15 von 39 – erreicht eines der beiden Geschlechter lediglich eine Vertretung von unter 30 Prozent.

Gesamthaft wurden mit dem «Aktionsplan für Gleichstellung» 324 Aktivitäten in allen Verwaltungseinheiten umgesetzt. Beispielsweise werden nun Gleichstellung und Vereinbarkeit standardmässig in den jährlichen Beurteilungen von Mitarbeitenden thematisiert, das Lohnsystem wird erklärt und Gehaltserhöhungen sind transparent.

Ab dem 1. Juli übernimmt nun das Personalamt die Weiterentwicklung der Themen Gleichstellung und Vereinbarkeit im Rahmen der HR-Strategie.

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