Kanton Schaffhausen verschärft Vorschriften für Rechenzentren

Der Schaffhauser Regierungsrat hat die Regeln für Rechenzentren verschärft. Künftig gibt es nebst Vorgaben zum Stromverbrauch auch solche für den Wasserverbrauch und Treibhausgase. Eine geplante Gesetzesänderung soll weitere Verschärfungen für alle Unternehmen mit hohem Ressourcenverbrauch bringen.

Mit der angepassten Energieverordnung reagiert der Schaffhauser Regierungsrat auf Bedenken aus der Bevölkerung und der Politik, wie er am Donnerstag mitteilte. Bisher gab es für Datencenter im Kanton lediglich Grenzwerte bei der Energieeffizienz.
Künftig müssen Betreiber auf drei Ebenen strenge Vorgaben einhalten: Neben dem Stromverbrauch werden neu auch die Wassereffizienz sowie die Treibhausgaseffizienz reguliert. Diese neuen Grenzwerte sollen Anreize schaffen, mit den natürlichen Ressourcen haushälterisch umzugehen und die in den Anlagen entstehende Abwärme besser zu nutzen.
Abgabe auf Strom und Wasser geplant
Gleichzeitig spricht sich der Regierungsrat für eine Abgabe für alle Unternehmen mit sehr hohem Ressourcenverbrauch aus. Diese soll pro verbrauchte Kilowattstunde Strom und pro Kubikmeter Wasser erhoben werden, um eine lenkende Wirkung zu erzielen.
Die Einnahmen daraus sollen gemäss Mitteilung zweckgebunden in den Kanton zurückfliessen und so die lokale Wertschöpfung stärken. Die neuen Regelungen gehen auf eine vom Kantonsrat im Juni überwiesene Motion zurück, die klare gesetzliche Leitplanken und einen verantwortungsvolleren Umgang mit Bauland forderte.





