St. Gallen

    So will die St. Galler SP den Fachkräftemangel bekämpfen

    Marino Walser
    Marino Walser

    Stadt St. Gallen,

    Die SP Kanton St. Gallen will den Fachkräftemangel mit einem Sonderkredit von 50 Millionen Franken bekämpfen.

    St. Gallen SP
    SP-Nationalrätin Barbara Gysi, Kantonsrätin Karin Hasler, der Präsident der SP Kanton St. Gallen Noam Leiser und Kantonsrat Florian Kobler (v.l.n.r.) bei der Lancierung der Initiative. - mw

    Die SP Kanton St. Gallen hat eine Volksinitiative für eine «Aus- und Weiterbildungsoffensive zur Bekämpfung des Fachkräftemangels» lanciert.

    Im Zentrum steht ein Sonderkredit von 50 Millionen Franken, mit dem Menschen finanziell unterstützt werden sollen, die eine Ausbildung, Weiterbildung, Nachqualifikation oder Zweitausbildung in einem Mangelberuf absolvieren.

    Die Partei begründet den Vorstoss mit einem zunehmend spürbaren Fachkräftemangel im Kanton.

    Wie soll die Schweiz den Fachkräftemangel lösen?

    «In zahlreichen Branchen fehlten qualifizierte Arbeitskräfte, was sich auf die Qualität von Dienstleistungen, die Versorgungssicherheit und die Standortattraktivität auswirke», sagt Noam Leiser, Präsident der SP Kanton St. Gallen.

    Geld statt Hürden

    Nach Ansicht der SP scheitern viele Aus- und Weiterbildungsvorhaben vor allem an finanziellen Hürden. Neben Ausbildungs- und Kinderbetreuungskosten nennt die Partei insbesondere den Wegfall des bisherigen Erwerbseinkommens während der Ausbildung.

    Der vorgesehene Sonderkredit soll deshalb gezielt Personen unterstützen, die eine anerkannte Aus- oder Weiterbildung in einem Bereich mit ausgewiesenem Fachkräftemangel in Angriff nehmen. Die Beiträge sollen Ausbildungs- und Betreuungskosten decken sowie Einkommensausfälle abfedern.

    Auch bessere Arbeitsbedingungen

    Neben der individuellen Förderung sieht die Initiative Anschubfinanzierungen für Pilotprojekte vor. Damit sollen Arbeitgebende in betroffenen Branchen die Arbeitsbedingungen verbessern und Fachpersonen länger im Beruf halten.

    Das Geld soll in die Branchen des Gesundheit-, Bau-, Bildung- und Sicherheitssektors fliessen.

    Die SP will 50 Millionen Franken gegen den Fachkräftemangel einsetzen
    Die SP Kanton St. Gallen lancierte die Initiative «Sonderkredit Aus- und Weiterbildungsoffensive zur Bekämpfung des Fachkräftemangels». - mw

    «Grundsätzlich setzen wir hier aber keine Leitplanken und wollen das Geld branchenunabhängig eingesetzt sehen», sagt Leiser.

    Politischer Prozess

    Die Initiative ist beim Kanton als Einheitsinitiative hängig. Die Regierung hat ihre Zulässigkeit Anfang September festgestellt, die SP hat ihr Begehren am Dienstagmorgen lanciert.

    Für einen erfolgreichen Volksentscheid benötigt eine kantonale Verfassungsinitiative in St. Gallen in der Regel die Unterschriften von mindestens 4000 Stimmberechtigten. Eingereicht werden müssen die Unterschriften bis am 22. März 2027.

    Hinweis

    Dieser Artikel ist zuerst in den «St.Galler Nachrichten» erschienen.

    Kommentare

    User #5711 (nicht angemeldet)

    50 Mio locker gemacht.... Soso und dann den ÖV zusammen schrumpfen, etc Fachkräftemangel existiert nur in den Köpfen der Linken, Grünen

    User #1974 (nicht angemeldet)

    selten so gelacht - die SP hat doch keinen Schimmer und garantiert keinen Plan: aber die anderen sollen wieder mal CHF 50m locker machen

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