St. Gallen

Komitee wehrt sich in St. Gallen gegen Tempo-30-Verbot

Keystone-SDA Regional
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Stadt St. Gallen,

Ein Referendumskomitee hat am Montag in St. Gallen 5500 Unterschriften gegen das St. Galler Strassengesetz eingereicht. Es wehrt sich dagegen, dass die Einführung von Tempo-30-Zonen auf Gemeindestrassen erster Klasse untersagt wird.

Ein Referendumskomitee wehrt sich im Kanton St. Gallen gegen ein faktisches Verbot von Tempo-30-Zonen auf Kantonsstrassen und Gemeindestrassen erster Klasse. (Symbolbild)
Ein Referendumskomitee wehrt sich im Kanton St. Gallen gegen ein faktisches Verbot von Tempo-30-Zonen auf Kantonsstrassen und Gemeindestrassen erster Klasse. (Symbolbild) - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Dass trotz der Ferienzeit weit mehr als die nötigen 4000 Unterschriften gesammelt wurden, zeige, wie unerwünscht die Bevormundung durch den Kanton für die Innerortsstrassen in den Gemeinden sei, schrieb das Komitee am Montag in einer Mitteilung. Nun werde das Stimmvolk über die Thematik entscheiden.

Tempo 30 sei für Gemeinden eine sinnvolle Massnahme, um den Verkehr sicherer zu machen. Für viele Orte sei es ausserdem die günstigste, wirkungsvollste und einfachste Möglichkeit, um Lärmschutzgrenzen einzuhalten.

An der Unterschriftensammlung beteiligten sich die Parteien SP, Grüne, GLP, Juso, Junge Grüne und die Jungen Grünliberalen. Zur Allianz gehören auch die Organisationen VCS, Umverkehr, Fussverkehr Schweiz und Pro Velo.

Findest du Tempo 30 Zonen sinnvoll?

Das neue Strassengesetz fand im St. Galler Kantonsrat eine Mehrheit. Damit wurde ein faktisches Verbot von Tempo-30-Zonen auf Kantonsstrassen sowie auf Gemeindestrassen erster Klasse beschlossen.

FDP, Mitte-EVP und SVP hatten die Gesetzesanpassung mit einer gemeinsamen Motion durchgesetzt. Sie wollten damit neue Tempo-30-Zonen verhindern, wie sie 2022 grossflächig in der Stadt St. Gallen angekündigt worden waren.

Die Regierung lehnte die Änderung ab. Sie bezeichnet die Forderung nach einer generellen Verhinderung von Temporeduktionen als bundesrechtswidrig.

Kommentare

User #2944 (nicht angemeldet)

Scho bitzli bireweich, dass der Kanton den Gemeinden verbietet, ihre Tempolimiten selber zu gestalten. Wenn der SVP nichts besseres mehr einfällt, als den Föderalismus zu bekämpfen, dann ist das ein Armutszeugnis. Sich zu brüsten, dass der Herr SUV aus Schnellfahringen den Bewohnern von Langswilen durchs Quartier rasen darf, ist jetzt nicht Volkspartei-like. Aber dann wieder mit Kuhglocken bimmeln und sich rustikal verkaufen, passt schon.

User #2447 (nicht angemeldet)

äh .. 🤪 Komitee wehrt sich in St. Gallen gegen Tempo-30-Verbot heisst de facto: sie wollen Tempo 30🤪😅

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