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Wiler Grüsel-Beizen: Namen bleiben geheim!

Linda Bachmann
Linda Bachmann

Wil,

Wiederholte Hygieneverstösse in zwei Wiler Gastrobetrieben sorgen für Diskussionen. Die Namen der Grüsel-Beizen bleiben jedoch geheim.

Namen von Grüselbeizen bleiben geheim
Diesen Sommer wurden in zwei Wiler Gastronomiebetrieben wiederholte Hygieneverstösse festgestellt. (Symbolbild) - Adobe Stock

Das Wichtigste in Kürze

  • Diesen Sommer wurden in zwei Wiler Gastronomiebetrieben wiederholte Hygieneverstösse festgestellt.
  • SVP-Präsident Andreas Hüssy störte sich daran, dass die Namen der Betriebe nicht öffentlich gemacht wurden.
  • In einer Anfrage verlangte er Auskunft vom Stadtrat. Nun liegen dessen Antworten vor.

Zwei Wiler Restaurants wurden wegen Hygieneverstössen gebüsst. In den Betrieben wurde über einen längeren Zeitraum wiederholt erhebliche Mängel festgestellt: Laut Strafbefehl unter anderem erhöhte Keim- und Bakterienbelastungen in Lebensmitteln, mangelhafte Hygiene.

SVP-Parlamentarier Andreas Hüssy forderte in einer Anfrage von Anfang Juli die Bekanntgabe der Namen der Gastronomiebetriebe. Ansonsten könne in der Öffentlichkeit der Eindruck entstehen, die Wiler Gastronomie insgesamt sei von solchen Missständen betroffen.

Andreas Hüssy möchte die Namen der Gastrobetriebe wissen.
Andreas Hüssy möchte die Namen der Gastrobetriebe wissen. - zVg

«Dies ist gegenüber den zahlreichen Restaurants, Cafés und Imbissbetrieben, welche täglich sauber und gesetzeskonform arbeiten, nicht gerecht», schreibt er in seiner Anfrage.

Hüssy forderte in seinem Vorstoss deshalb die Überprüfung der heutigen Informationspraxis und stellt die Frage, ob der Konsumentenschutz ausreichend gewährleistet sei.

Stadt ohne Handlungsspielraum

In seiner Antwort weist der Stadtrat darauf hin, dass die Informationspraxis bei den Ergebnissen von Lebensmittelkontrollen bundesrechtlich geregelt ist.

Die Stadt Wil habe diesbezüglich keinen Handlungsspielraum und könne keine abweichende Veröffentlichungspraxis festlegen. Er sehe derzeit auch keinen Anlass, eine Anpassung der bestehenden Informationspraxis anzuregen.

Gastro grösstenteils seriös

In der Äbtestadt gibt es rund 120 Gastronomiebetriebe. Der Stadtrat sei sich bewusst, dass die anonymisierte Veröffentlichung von Hygienefällen die Wahrnehmung der Wiler Gastronomie insgesamt beeinflussen könne.

Findest du die geltenden Kontrollen in der Gastronomie streng genug?

Aus Sicht des Stadtrats sind einzelne festgestellte Verstösse allerdings im immer jeweiligen Einzelfall zu beurteilen. Die überwiegende Mehrheit der Wiler Gastronomiebetriebe handelt verantwortungsvoll, heisst es in der Antwort weiter.

Hinweis

Dieser Artikel ist zuerst in den «Wiler Nachrichten» erschienen.

Kommentare

User #4451 (nicht angemeldet)

🤔Wieso geht man schlussendlich in einem normalen Speiserestaurant Essen? Damit man mal etwas Spezielles und gutes Essen will. Oder? Was kriegt man für sein Geld in den letzten Jahren? Fertig-Food, Convenience-Produkte und schlecht bis gar nicht ausgebildetes Personal. Servicefachangestellte? Fehlanzeige! Die sind meistens nur noch in Hotelrestaurants (4-Sterne aufwärts) anzutreffen. Gute gelernte Köche? Wie eine Nadel im Heuhaufen! Betriebliche Hygiene sollte vor der Qualität der angepriesenen Speisen stehen! An erster Stelle! Als Selbstverständlichkeit und nicht als Option! Es kann und darf nicht sein, das man Gesund reingeht und Krank rauskommt! Darum befürworte ich, das in jedem Kanton wenigstens die sauberen Betriebe wenigstens durch KONTROLLEN quartalsmässig von der Lebensmittelkontrolle (wäre schlussendlich auch ihr Job) überprüft und zB. in der Regionalzeitung veröffentlicht werden sollten. Sowas wäre mehr als Fair für die Betriebe die sich tag-täglich Mühe geben!! Die schwarzen Schafe, würde man sehr schnell umerziehen oder der Markt regelt das. Sowas wird aber sehr schwer zu erreichen sein! Die Geldwäschemafia in der Gastronomie ist sehr stark. Wird sicherlich etwas dagegen haben.

User #5008 (nicht angemeldet)

Wenn man die betroffenen Grüsel-Beizen nicht nennt, macht man auch den sauberen Beizen keinen Gefallen. Denn im Zweifelsfall geht man in gar keine Restaurants mehr.

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