St. Gallen

FC St.Gallen wollte Frankreich-Star – Zeidler: «Habe seine Nummer»

Ronny Reisch
Ronny Reisch

Stadt St. Gallen,

Bradley Barcola trifft in seinem ersten WM-Spiel für Frankreich sofort zum 2:0. Peter Zeidler verrät: Der heutige PSG-Star landete fast beim FC St.Gallen.

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Peter Zeidler erzählt, wie nahe Bradley Barcola vor einem Wechsel in die Schweiz stand. - SRF

Das Wichtigste in Kürze

  • Frankreich schlägt Senegal an der WM 3:1 – Kylian Mbappé (2x) und Bradley Barcola treffen.
  • Letzterer stand vor wenigen Jahren offenbar kurz vor einem Wechsel nach St.Gallen.
  • «Wir wollten ihn ausleihen», verrät Peter Zeidler. «Ich habe noch immer seine Nummer.»

Frankreich gewinnt beim Start in die WM 2026 mit 3:1 gegen Senegal. Die Schlagzeilen gehören Kylian Mbappé, der mit einem Doppelpack zu Frankreichs Rekordtorschütze wird. Das wichtige 2:0 erzielt aber Bradley Barcola.

Ist Frankreich der Top-Favorit auf den Weltmeistertitel 2026?

Der Mann von Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain muss sich in der französischen Star-Offensive mit der Jokerrolle begnügen. Erst in der 80. Minute wird Barcola für Ousmane Dembélé eingewechselt – zwei Minuten später trifft er.

Peter Zeidler sieht den Treffer im SRF-Studio und fragt sich wohl, was hätte sein können. Denn: Barcola stand einst kurz vor einem Wechsel zum FC St.Gallen.

FC St.Gallen stand kurz vor Barcola-Leihe

Zeidler, damals Trainer beim FCSG, verrät beim SRF: «Im Januar 2023 waren wir im Trainingslager und er war bei Olympique Lyon, hatte aber keine Spielpraxis. Wir wollten ihn ausleihen – da war eigentlich alles klar.»

Doch genau in dieser Phase seien mehrere Barcola-Konkurrenten bei Lyon verletzt ausgefallen. Der Youngster füllte die Lücke und überzeugte – plötzlich war an eine Leihe nicht mehr zu denken.

Baradley Barcola
Bei Lyon gelang Bradley Barcola plötzlich der Durchbruch – eine Leihe in die Schweiz rückte in weite Ferne. - Keystone

Statt in St.Gallen spielte Barcola die Rückrunde in der Ligue 1 und sammelte 14 Scorerpunkte. Darauf folgte der Wechsel zu PSG für über 40 Millionen Franken. Drei Jahre später trifft er als doppelter Champions-League-Sieger beim WM-Auftakt der Franzosen.

Zeidler: «Glaube, er hätte ein paar Tore gemacht»

Peter Zeidler schaut zu und erinnert sich: «Mit Alain Sutter und Matthias Hüppi haben wir ihm damals gesagt: Komm zum FC St.Gallen. Ich habe immer noch seine Nummer…»

In den Kontakten von Zeidler ist Barcola aber wohl nicht der einzige Nationalspieler Frankreichs. Beim FC Sochaux trainierte er Ibrahima Konaté, Maxence Lacroix und Marcus Thuram.

Peter Zeidler
Nach seiner Zeit in Sion war Peter Zeidler in Frankreich bei Sochaux Trainer. Dann folgten sechs Jahre beim FC St.Gallen. - Keystone

Barcola ging Zeidler letzlich aber durch die Lappen. Der heutige GC-Trainer sagt rückblickend: «Schade. Ich glaube, er hätte bei uns in St.Gallen auch ein paar Tore gemacht.»

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