FC St.Gallen – Hüppi: «Nicht alles auf den ‹Grind› stellen!»

Matthias Hüppi bleibt Präsident des FC St.Gallen. Am Mittwochvormittag herrscht nach turbulenten Tagen in der Ostschweiz Klarheit.

Das Wichtigste in Kürze
- FCSG-Präsident Matthias Hüppi bleibt Präsident des FC St.Gallen.
- Der Verwaltungsrat bleibt bestehen, vier von zehn Grossaktionären ziehen sich zurück.
- Seit dem Cup-Triumph beherrschte der Machtkampf die Schlagzeilen.
Ein Machtkampf überschattete den Cupsieg des FC St.Gallen. Im Verwaltungsrat rund um Club-Präsident Matthias Hüppi sollte es zu Veränderungen und Rücktritten kommen. Ex-SVP-Regierungsrat Stefan Kölliker wollte Hüppis Amt übernehmen.
Dahinter steht ein Zoff mit Grossaktionären des Klubs, die mehr Einfluss auf den Klub ausüben wollen. Im Herbst war mit Patrick Thoma einer der Aktionäre in den Verwaltungsrat gewählt worden. Seither schwelte der Konflikt.
Die Fans stehen – nicht zuletzt dank des Cupsiegs, der erste FCSG-Titel seit 2000 – hinter der bisherigen Club-Führung. Gegen den Machtwechsel wurde protestiert.

Am Mittwochvormittag wird an einer Pressekonferenz klar: Der Verwaltungsrat bleibt unverändert bestehen. Vier von zehn Grossaktionären sind bereit, sich zurückzuziehen. Dabei handelt es sich um Patrick Thoma, Roland Gutjahr, Ernst Eisenhut und Martin Jäger.
Die Pressekonferenz im Ticker
11.57 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.
11.53 Uhr: Hüppi stellt nochmal klar: «Wir gehen nicht persönlich auf jemanden los. Das wird auch so bleiben.»
Bezüglich möglicher Nachfolger im Verwaltungsrat sagt der Präsident: «Es ist doch klar, dass Ex-Spieler wie Marwin Hitz oder ein Tranquillo Barnetta bei uns auf dem Zettel stehen.»
11.45 Uhr: Laut Preisig gibt es regelmässig Anfragen bezüglich eines Verkaufs, aber: «Ein Verkauf kommt unter diesem Aktionariat und mit diesem Verwaltungsrat nicht in Frage. Wir wollen ein Ostschweizer Klub und unabhängig bleiben.»
11.40 Uhr: Die Rede war in den letzten Tagen von einer neuen Strategie, die der FCSG an die Spitze der Super League führen soll. Hüppi sieht aber keinen Anlass, den FC St. Gallen auf eine Stufe mit YB oder FC Basel zu setzen. Das Stadion könne man nicht grösser machen. Er traue der Mannschaft aber auch nächste Saison viel zu.
11.38 Uhr: Gemäss Grossaktionär Philipp Bienz haben sich alle zehn Grossaktionäre an der Lösung beteiligt.
11.33 Uhr: Hüppi: «Mir ist es überhaupt nicht recht, dass das Thema nun den Cupsieg überschattet. Das habe ich nicht gesucht.»
11.31 Uhr: Hüppi will nichts von persönlichen Problemen wissen. Er habe «keine Probleme» gehabt, mit Patrick Thoma in den VR-Sitzungen zusammenzuarbeiten. Er hoffe zudem, dass Thoma weiterhin Präsident des Ambassadorenklubs bleibe.
11.25 Uhr: Vier der zehn Grossaktionäre haben ihre Aktien angeboten: Patrick Thoma, Roland Gutjahr, Ernst Eisenhut und Martin Jäger. Ihre Aktien werden unter den verbleibenden sechs Grossaktionären aufgeteilt.

11.20 Uhr: Hüppi: «In der besten Phase des Clubs kannst du doch nicht einfach alles auf den ‹Grind› stellen!» Es gehe nicht um Macht, sondern um Zuteilung und Übergabe von Verantwortung. «Ich bin kein Alleinherrscher.»
11.19 Uhr: Die Geschehnisse haben Hüppi zuletzt belastet. «Die Grenzen wurden in den letzten Monaten mehrmals touchiert.»
11.17 Uhr: Aktionär Reto Preisig, Chef der Brauerei Schützengarten, sagt: «Dem Aktionariat ist es wichtig, dass Ruhe in den Klub und vor allem in die Führung kommt.»
11.13 Uhr: Hüppi lässt verlauten, dass der bisherige Verwaltungsrat bestehen bleibt. «Wir werden in dieser Zusammensetzung in die Zukunft gehen.» Wie lange, sei unklar.
Aber: «Wir lassen niemanden hängen. Ich mache mich sicher nicht vom Acker.» Hüppi stellt klar, dass er in die Nachfolgelösung habe miteinbezogen werden wollen.

11.10 Uhr: «Ich will alles dafür tun», dass der FCSG so weiterfahren kann wie in den letzten Jahren, sagt der Präsident.
11.09 Uhr: Hüppi sagt, «es wäre eine Katastrophe gewesen», wenn diese Thematik zur Mannschaft durchgedrungen wäre und «unser Ziel in Gefahr gebracht hätte».
11.07 Uhr: Er habe seine nach dem Cupfinal getroffenen Aussagen nicht geplant. «Es ist aus mir herausgerutscht.» Davor habe es intensive Monate gegeben. Es sei ihm nie um sich selbst gegangen.
11.05 Uhr: «Ich bin nicht zu haben für Machtkämpfe oder Putschversuche», sagt Hüppi. Es gehe nicht um einen persönlichen Sieg oder eine persönliche Niederlage, es solle auch nicht zu persönlichen Angriffen kommen.
11 Uhr: Beginn der Pressekonferenz.












