Thurgau

    Samuel Giger ist jetzt Profi-Schwinger

    Andrea Schüpbach
    Andrea Schüpbach

    Weinfelden,

    Samuel Giger ist als erster Schwinger offiziell Profi. Das verrät der 28-Jährige in einem Podcast. Damit bricht er mit einer Tradition.

    Samuel Giger
    Samuel Giger wird offiziell Der erste Profi-Schwinger. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Samuel Giger verrät in einem Podcast, dass er seinen Job an den Nagel gehängt hat.
    • Damit wird der Ostschweizer zum ersten offiziellen Profi-Schwinger.
    • Es ist bekannt, dass auch andere Top-Schwinger kaum noch einem normalen Job nachgehen.

    Samuel Giger lebt als erster Schwinger offiziell ausschliesslich vom Sport. Der Unspunnen-Sieger von 2023 verrät im Podcast «GanzLanz»: Er habe seinen Job als Lastwagenfahrer vor einiger Zeit an den Nagel gehängt.

    Als der Thurgauer gefragt wird, ob er denn nun also Profisportler sei, antwortet er: «Kann man so sagen.»

    Was in anderen Sportarten selbstverständlich ist, ist im Schwingen ein Paukenschlag. Der Nationalsport gilt offiziell als Amateur-Sport.

    Findest du es gut, dass Samuel Giger jetzt Profi-Schwinger ist?

    Samuel Giger wollte einst keine Sponsoren

    Besonders ist bei Gigers Profi-Outing, dass der 1,94-Mann (125 Kilo) vom Schwingclub am Ottenberg vor Jahren noch gar keine Sponsoren wollte. Nun stellt ausgerechnet der Schlussgang-Teilnehmer des letzten ESAF in Mollis die Schwing-Welt auf den Kopf.

    Von Zeit zu Zeit habe er sein Pensum reduziert. Nach dem Eidgenössischen 2019 in Zug auf 80 Prozent, nach jenem 2022 in Pratteln auf 40 Prozent. Doch auch diese beiden Arbeitstage seien nicht optimal gewesen.

    samuel giger
    Mit einem Gestellten im Schlussgang gegen Werner Schlegel verpasst Samuel Giger am ESAF 2025 in Mollis den Königs-Titel. - keystone

    «Die zwei Tage, an denen ich am Arbeiten bin, muss ja trotzdem irgendwo das Training Platz haben», so der dreifache Eidgenosse im Podcast. Früh aufstehen, bis am Abend arbeiten und anschliessend pünktlich zum Training erscheinen. Dieser Ablauf sei weder fürs spezifische Training noch für die Regeneration optimal gewesen.

    In Gigers Alltag dreht sich jetzt alles um das Schwingen.

    Samuel Giger gibt es als erster zu: Auch andere Schwinger sind Profis

    Giger ist zwar der erste Schwinger, der offiziell zugibt, Profi zu sein. Es ist aber bekannt, dass auch andere absolute Top-Athleten kaum mehr arbeiten. Mit Sponsoren und Werbeverträgen lässt sich heute auch als Schwinger gutes Geld verdienen.

    Das Vermarktungspotenzial des Königtitels wird im Optimalfall auf rund eine Million Franken geschätzt.

    Kommentare

    User #2523 (nicht angemeldet)

    Typisch Giger bestätigt, dass er schon lange der Arrogantischte Schwinger ist. Muss nicht sein aber eben die Gie(ge)r🥵.

    User #1860 (nicht angemeldet)

    Umsonst ist nicht mal der Tod.

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