Audi-Fahrer (21) tankt 26-mal ohne zu zahlen

Vivian Balsiger
Vivian Balsiger

Frauenfeld,

Für 2500 Franken «gratis» getankt: 26-mal machte sich ein 21-Jähriger im Thurgau und in St. Gallen nach dem Tanken aus dem Staub – nun wird es teuer für ihn.

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26-mal gratis getankt im Thurgau und in St. Gallen – jetzt wird Der 21-Jährige zur Kasse gebeten. - pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Während 100 Tagen tankte ein 21-Jähriger 26-mal gratis – für rund 2500 Franken.
  • Vor Gericht in Frauenfeld musste er sich noch für weitere Tatbestände verantworten.
  • Der Schweizer wurde zu einer Gesamtstrafe von 4710 Franken verurteilt.

Zwischen dem 19. April und dem 27. Juli 2025 hat ein 21-Jähriger seinen Audi ganze 26-mal getankt, ohne zu bezahlen.

An sechs verschiedenen Tankstellen im Thurgau und in St. Gallen ergaunerte er so Benzin im Wert von rund 2500 Franken. Immer mit demselben Auto, demselben Nummernschild und teils mehrfach an derselben Tankstelle, wie das «Tagblatt» berichtet.

Dabei hatte der mittlerweile verurteilte Straftäter einen beachtlichen Benzin-Verschleiss. Über genau 100 Tage tankte er 1231 Liter. Genug für rund 15'000 Kilometer bei einem durchschnittlichen Verbrauch von acht Litern pro 100 Kilometer.

Doch der 21-Jährige hat noch mehr auf dem Kerbholz. Vor Gericht im Thurgau musste er sich noch für weitere Tatbestände verantworten.

Tankstellen-Sünder klaute auch noch bei Coop

Bei dem hohen Benzinverbrauch liessen auch seine Reifen zu wünschen übrig: Bei Kontrollen waren zwei Reifen so abgefahren, dass bereits das Grundgerüst zu sehen war. Tatbestand: Führen eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs.

Mal nicht mit dem Audi, sondern einem Seat, verursachte er in der Nacht vom 8. August in Münchwilen TG Lärm. Vor Gericht lautete der Tatbestand auf «Einfache Verkehrsregelverletzung».

Vor seinen Gratis-Tank-Besuchen klaute er auch bei Coop, so das «Tagblatt». Gemeinsam mit einer Komplizin stahl er Ware im Wert von 400 Franken aus der Filiale im Einkaufszentrum Rickenbach ZH.

21-Jähriger muss jetzt über 7000 Franken blechen

Das daraufhin verhängte schriftliche Hausverbot schien ihn wenig abzuschrecken: Ein paar Monate später stahl er im Coop in Uzwil SG erneut Ware im Wert von 42 Franken.

Auch dies führte zu einem weiteren Tatbestand vor Gericht: Diebstahl und Hausfriedensbruch.

Findest du die Geldstrafe angemessen?

Die Frauenfelder Staatsanwaltschaft sprach den 21-Jährigen in allen Tatbeständen schuldig. Für die Vergehen wurde er mit einer Geldstrafe von zehn Tagessätzen à 30 Franken belegt. Eine Busse von 2000 Franken kommt noch obendrauf.

Mit den Verfahrenskosten beläuft sich die Gesamtsumme auf 4710 Franken.

Den Tankstellen schuldet der Verurteilte 2593 Franken. Diese Summe müssen die Betreiber zivilrechtlich von ihm einfordern.

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