Grosser Rat GR spricht für Umsiedlung von Brienz 50 Millionen

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Thusis,

Der Bündner Grosse Rat bewilligt 50 Millionen Franken für die Umsiedlung und Entschädigung der Bewohner von Brienz.

Brienz
Rund ein Drittel will weg. Einwohnende des von Gesteinsmassen bedrohten Bündner Bergdorfs Brienz erhielten vom Grossen Rat GR rund 50 Millionen Franken für eine präventive Umsiedlung. (Archivbild) - sda

Der Bündner Grosse Rat hat für eine präventive Umsiedlung des von Gesteinsmassen bedrohten Dorfes Brienz/Brinzauls einen Kredit von 50 Millionen Franken gesprochen. Damit werden diejenigen Einwohnenden entschädigt, die dauerhaft wegziehen wollen.

Es sei ein «Akt der Solidarität», waren sich die Kantonsparlamentarierinnen und -parlamentarier am Dienstag in Chur parteiübergreifend einig. Mit dem Kredit soll der seit über einem Jahr evakuierten Brienzer Bevölkerung eine Zukunftsperspektive gegeben werden.

Hohe Nachfrage nach präventiver Umsiedlung in Brienz/Brinzauls

Die Betroffenen konnten sich bis Ende September für eine präventive Umsiedlung anmelden – also bevor ein möglicher Bergsturz das Dorf zerstört. 40 solche Anmeldungen waren eingegangen, rund ein Drittel der Gesamtbevölkerung von Brienz. Mehr als die Behörden erwartet hatten.

Jetzt steht noch ein Entscheid des Bundes aus. Dieser soll sich mit rund 35 Prozent an den Kosten beteiligen. Er wird voraussichtlich im Sommer 2026 entscheiden. Bis dahin können sich die Brienzerinnen und Brienzer zwischen drei Umsiedlungsvarianten entscheiden.

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