Kampf für Thurgauer Frauenhaus geht weiter!

Seit 35 Jahren kämpfen Frauen im Thurgau für ein eigenes Frauenhaus. Nun machen Aktivistinnen erneut auf fehlende Schutzplätze aufmerksam.

16'061 Unterschriften für ein Frauenhaus im Thurgau: Diese Forderung übergab das feministische Streikkollektiv Thurgau am 14. Juni an Grossratspräsident Felix Meier.
Eine Antwort habe das Kollektiv bislang nicht erhalten. Für die Aktivistinnen braucht es nach Jahrzehnten des Wartens verbindliche Zusagen.
Am 27. November soll ein runder Tisch stattfinden, an dem Politikerinnen und Politiker über das Anliegen beraten. Damit daraus mehr als ein weiteres Gespräch wird, ruft das Kollektiv zu einer Mitmachaktion auf.
Am Sonntag, 8. November, treffen sich Mitglieder und Unterstützende von 14 bis 17 Uhr im MarieOtto-Saal in der Stadtkaserne Frauenfeld, um Postkarten an die Parlamentarierinnen und Parlamentarier zu schreiben.

Bei Tee und Kuchen gibt es Gelegenheit zum Austausch. Auch mit Kultur wollen die Aktivistinnen das Thema in die Öffentlichkeit tragen.
Im Rahmen der nationalen Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» findet am Freitag, 27. November, von 19 bis 22 Uhr in der Shedhalle im Eisenwerk Frauenfeld die Kunstausstellung «Sicher im Thurgau?» statt.
Werke von Isabelle Krieg, Anna Erdin, Tiana Borcherding, Alva Tosca und Chiara Aeschbacher setzen sich mit dem Thema auseinander. Der Eintritt ist frei, eine Kollekte wird erhoben.
Beide Veranstaltungen sollen zeigen, dass die Forderung nach einem Frauenhaus von Menschen getragen wird, die konkrete Veränderungen erwarten. Nach 35 Jahren Kampf geht es um einen sicheren Ort für Frauen und Kinder, die im Thurgau vor Gewalt fliehen müssen.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in den «Oberthurgauer Nachrichten» erschienen.








