Thurgau

    SBB-Baustelle: Das sagen Reisende zum Bahnersatz im Thurgau

    Desirée Müller
    Desirée Müller

    Weinfelden,

    Der Abschnitt Weinfelden-Kehlhof ist noch bis 9. November durchgehend für den Bahnverkehr gesperrt. Es verkehren Ersatzbusse.

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    Unverständnis, Verwirrung und Akzeptanz – die Meinungen gehen auseinander. - Desirée Müller

    Die SBB unterhält eines der meistbefahrenen Bahnnetze der Welt. Was so intensiv genutzt wird, muss regelmässig erneuert werden, damit die Züge auch künftig sicher und pünktlich ans Ziel kommen. Deshalb erneuert die SBB zwischen Weinfelden und Kehlhof die Fahrbahn.

    Während der Sperrung fallen die Züge der Linien IR75, RE75 und S44 zwischen Weinfelden und Kreuzlingen aus. Zwischen Frauenfeld und Kreuzlingen verkehren direkte Ersatzbusse ohne Zwischenhalt. «Damit bleiben die Reisezeiten für Reisende von und nach Zürich HB oder Luzern unverändert», heisst es seitens SBB.

    Wir haben in Kreuzlingen einige Reisende zur Situation befragt. Ein älteres Ehepaar aus Baar reiste am Vormittag an. «Wir kennen uns nicht aus in Frauenfeld und für uns war überhaupt nicht klar, wo die Ersatzhaltestelle ist», sagt der Mann.

    Kreuzlingen
    Während der Sperrung fallen die Züge der Linien IR75, RE75 und S44 zwischen Weinfelden und Kreuzlingen aus. Im Bild: ein Zug im Bahnhof Kreuzlingen. (Symbolbild) - keystone

    Seine Frau ergänzt: «Am Schluss mussten wir sogar rennen.» Ein Reisender war auf dem Weg nach Uster. «Für mich wäre es spannend zu wissen, warum die Ersatzbusse fahren.»

    Man könne nicht davon ausgehen, dass jeder Zeitung lese. Er hätte es begrüsst, wenn Reisende auch am Bahnhof informiert würden, um was für Arbeiten es sich handelte. «Dann hätte ich auch mehr Verständnis.»

    Denn wenn es um die Sicherheit gehe, sei die Notwendigkeit klar. Eine Mutter aus Kreuzlingen war auf dem Weg nach Frauenfeld. «Ich kenne mich aus, daher habe ich einen Vorteil.»

    Für geübte ÖV-Nutzer der Strecke sei auch die Wegweisung übersichtlich. Eine junge Pendlerin aus Kreuzlingen ist zufrieden mit der Kommunikation. «Die Busse waren bisher immer pünktlich, das ist mir das wichtigste.» In der SBB Community wird ebenfalls diskutiert.

    Nutzt du regelmässig den ÖV?

    Ein User erzählt: «Unglaublich, dass der Zug in Weinfelden nicht einmal eine halbe Minute Verspätung in Kauf nimmt, um den Bahnersatzbus abzuwarten. Trotz rennen knapp nicht geschafft. Der Buschauffeur hat noch mehrere Minuten gewartet vor Abfahrt in Berg. Gemein oder schlecht organisiert?»

    Ein anderer schrieb amüsiert, dass man aktuell in Kreuzlingen eine «Stadtrundfahrt macht».

    Bisher läuft alles nach Plan

    Auf Anfrage berichtet Mediensprecherin der SBB Carmen Hefti: «Die Arbeiten und der Bahnersatz sind gut angelaufen. Aus betrieblicher Sicht verzeichnen wir derzeit keine ungewöhnlichen Störungen und auch keine gehäufte Anzahl von Rückmeldungen der Reisenden.»

    Sie sei sich bewusst, dass die Sperrung für Reisende Umstellungen und zum Teil längere Reisezeiten bedeute. «Besonders in den Hauptverkehrszeiten können auch die Bahnersatzbusse durch den allgemeinen Strassenverkehr beeinträchtigt werden. Wir danken den Reisenden für ihr Verständnis und ihre Geduld.»

    Hinweis

    Dieser Artikel ist zuerst in den «Weinfelder Nachrichten» erschienen.

    Kommentare

    User #1362 (nicht angemeldet)

    Wir dürfen froh sein, dass wir so ein gutes ÖV-System haben und dass Ersatzbusse zur Verfügung gestellt werden. Ich habe manchmal den Eindruck, dass man einfach immer mehr will und nicht schätzt, was man hat. Schaut man ins Ausland, findet man nirgends ein so dichtes und dazu noch funktionierendes ÖV-Netz. Vor zwei Tagen fuhr ich spät Nachts von Bern nach Romanshorn. Aufgrund der Verspätung durch die Bauarbeiten war es nicht möglich, den Anschlusszug in Weinfelden zu erwischen, das zeichnete sich spätestens in Frauenfeld ab. Die SBB fand aber umgehend eine Lösung und wir konnten ohne umzusteigen nach Romanshorn weiterfahren. Danke SBB für diese Zusatzfahrt! Besonders spät Nachts weiss man das sehr zu schätzen.

    User #1582 (nicht angemeldet)

    Auf der Autobahn muss man stehen weil es zuwenig Sitzplätze hat. Arme Schüler und Ticketzahler. Hoffentlich gibts nie einen Unfall!

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