Ungewöhnlicher Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Kanton St. Gallen

Im März verzeichnet der Kanton St. Gallen einen «untypischen Anstieg» der Arbeitslosigkeit, während die Quote konstant bleibt.

Der Kanton St. Gallen hat für den Monat März einen «untypischen Anstieg» der Arbeitslosigkeit vermeldet. Keinen Einfluss hatte diese Zunahme auf die Arbeitslosenquote, die bei 2,1 Prozent bleibt. Auch im Thurgau verharrte diese Quote mit 2,4 Prozent auf dem Niveau des Vormonats.
Typischerweise ist im März ein Rückgang der Zahl der Stellensuchenden zu erwarten, wie das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St. Gallen am Freitag in einer Mitteilung schrieb. Nicht so dieses Mal: Ende März waren 10'739 Personen auf der Suche nach einer Stelle und damit 140 mehr als noch im Februar.
Verglichen zum März vor einem Jahr gab es sogar 15,1 Prozent mehr Stellensuchende. Deren Zahl stieg über die verschiedenen Altersgruppen hinweg in einem ähnlichen Umfang an, schrieb das Volkswirtschaftsdepartement weiter.
Tiefer war vor einem Jahr gemäss dem Bundesamt für Statistik (BFS) auch die Arbeitslosenquote, die damals im Kanton St. Gallen 1,8 Prozent betrug.
Für April dieses Jahres haben sich zudem 59 Unternehmen mit 3101 Mitarbeitenden für Kurzarbeit angemeldet,
Kurzarbeit und regionale Unterschiede
darunter vor allem Industriebetriebe. Im langjährigen Vergleich verharren die Anmeldungen für Kurzarbeit damit auf relativ hohem Niveau, hiess es im Communiqué des St. Galler Volkswirtschaftsdepartements weiter.
Im Kanton Thurgau waren bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) Ende März 3690 Personen als arbeitslos gemeldet. Das sind 74 Personen weniger als noch im Februar. Auf die Arbeitslosenquote hatte diese Abnahme keinen Einfluss.
In Appenzell Innerrhoden stieg die Arbeitslosenquote zwischen Februar und März von 0,7 auf 0,8 Prozent an, wie den am Freitag veröffentlichten Zahlen des BFS zu entnehmen ist.
Trotz der leichten Zunahme verzeichnet Innerrhoden weiterhin den schweizweit tiefsten Wert.
Appenzell Ausserrhoden vermeldete derweil einen leichten Rückgang dieser Quote von 1,6 Prozent im Februar auf 1,5 Prozent im März. In den Kantonen Graubünden und Glarus verharrten die Arbeitslosenquoten. Sie betrugen für März 1,2 respektive 1,5 Prozent und waren damit jeweils gleich hoch wie im Vormonat.