EHC Frauenfeld gleicht Playoff-Serie gegen Huttwil aus

Mit einem kämpferischen 5:3-Heimsieg gegen Hockey Huttwil gleicht der EHC Frauenfeld die Playoff-Serie aus und erzwingt ein weiteres Heimspiel.

Wie der EHC Frauenfeld schreibt, erspielt sich das Team mit seinem ersten Sieg überhaupt in einer Playoff-Serie der MyHockey-League ein weiteres Heimspiel. In einer temporeichen Partie gegen Hockey Huttwil kämpfen die Frauenfelder aufopferungsvoll wie die Löwen und gleichen die Serie mit einem 5:3-Sieg vor 312 Zuschauern zum 1:1 aus.
Hochverdient wäre der Sieg bereits in Huttu gewesen. Doch wer zuletzt lacht, lacht bekanntlich am schönsten. Zu lachen haben zunächst aber die Gäste, die durch einen folgenschweren Scheibenverlust in der Frauenfelder Offensivzone zur Führung kommen.
Fabian Haldimann schnappt sich die Scheibe, zieht allein auf EHCF-Goalie Gian-Marco Bamert und schiesst staubtrocken über den Fänger zum 1:0. Zählen können die Huttwiler aber weniger gut. Weil sie fast wie die Tschechen in Mailand zwischenzeitlich mit zu vielen Spielern auf dem Eis stehen, gibt’s eine Strafe.
Und prompt räbblet’s dank der ersten Powerplay-Formation. 25 braucht Nino Russo, um nach einem Zuckerpässli von Timo Kauth auszugleichen. Richtig viel Zielwasser hat Lars Wegmann getrunken, der über links durchläuft und ultrapräzise zur 2:1 in die Maschen trifft.
Effizientes Frauenfeld baut Führung trotz Druck aus
Rein statistisch gesehen haben die Huttwiler mehr vom Spiel und auch mehr Torchancen. Doch ein bärenstarker Bamert strahlt mit seinen Paraden Ruhe und Sicherheit aus, die sich auf seine Vorderleute überträgt.
Miro Laubacher läuft über rechts durch und erhöht mit einem satten Schuss zum 3:1, bevor Fabio Bai noch einen draufsetzt. Huttu-Goalie Kevin Liechti lässt die Scheibe nach einem Schuss von Anton Haberbeck abprallen.
Bai ist da und versorgt sie unter der Latte zum 4:1. Eine Fünf-Minuten-Strafe mit Spieldauer gegen Valentino Varano und eine weitere Strafe bringt den Gästen nochmals Aufschwung, die durch Andreas Tschudi kurz vor der zweiten Pause kaum haltbar für Bamert verkürzen.
Empty-Netter entscheidet
Unter Druck gerät der EHCF nochmals im Schlussdrittel, weil er sich das Leben durch Strafen weiter selbst schwer macht. In doppelter Überzahl dank eines weiteren Feldspielers für Gäste-Goalie Liechti versucht Huttu alles, scheitert aber entweder an Bamert oder am eigenen Unvermögen.
So ist es Tom Gerber vorbehalten, mit dem «empty netter» alles klarzumachen und den Sieg mit Pauken und Trompeten ins Ziel zu bringen. Der dritte Huttwiler Treffer drei Sekunden vor Ende ist nur noch Resultatkosmetik, bevor die Zuschauer den ersten Sieg der Frauenfelder Geschichte in der MHL feiern.
Also kommt es am Samstag, 28. Februar 2026, zu einem weiteren Heimspiel. Davor reist der EHCF am Donnerstag, 26. Februar 2026, wieder nach Huttwil.






