Altes Schulhaus wird zum Begegnungsort

In Braunwald wird das leerstehende Schulhaus als Zwischennutzung geöffnet. Ein Treffpunkt für Dorf und Gäste soll neue Ideen und Nutzungsmöglichkeiten schaffen.

Wie die Gemeinde Glarus Süd mitteilt, stand seit der Sistierung der Schule im August 2025 das Schulhaus Braunwald leer. Über Generationen hinweg war das traditionsreiche Schulhaus wichtiger Bestandteil des Dorflebens.
Mit der nun bewilligten Zwischennutzung bietet sich die Möglichkeit, die Räume zu nutzen und gemeinsam Erfahrungen für mögliche zukünftige Nutzungen zu sammeln.
Eröffnet wurde der Begegnungsort am Samstag, 20. Juni 2026, gemeinsam mit der Emil-Brunner-Ausstellung «BERG KIND WELT». Mit dem «Mitmachraum KIND WELT JETZT» wird das Schulhaus während der Ausstellungsdauer ebenfalls zum Ausstellungsort.
Altes Schulhaus wird zum Treffpunkt
Mit der Zwischennutzung soll im alten Schulhaus ein Ort entstehen, an dem sich das Dorf und seine Gäste unkompliziert treffen, sich vernetzen und gemeinsame Projekte entwickeln können. Gleichzeitig bietet eine einjährige Pilotphase die Möglichkeit, herauszufinden, welche Bedürfnisse im Dorf bestehen und welche Rolle das ehemalige Schulhaus künftig für Braunwald spielen kann.
Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen in ein Leitbild einfliessen, das eine Grundlage für die weitere Entwicklung schafft.
Das Projekt wurde im April 2025 bei der Gemeinde eingereicht und in den vergangenen Monaten weiterentwickelt. Vertragsnehmer gegenüber der Gemeinde ist der Dorfverein.
Der Begegnungsort soll in enger Zusammenarbeit mit der Dorfbevölkerung, lokalen Vereinen und Institutionen, dem Gewerbe und den Gastrobetrieben, der Gäste-Info sowie dem Verein auswärtiger Liegenschaftsbesitzenden (VAL) entwickelt werden. Die Gemeinde stellt das Gebäude im Rahmen einer Gebrauchsleihe zur Verfügung, während die Trägerschaft die Betriebs- und Nebenkosten übernimmt.
Gemeinde unterstützt Zwischennutzung
Die Gemeinde Glarus Süd begrüsst und unterstützt das verbindende Engagement in Braunwald. Das Projekt ermöglicht eine sinnvolle Nutzung der leerstehenden Liegenschaft und schafft Raum für Eigeninitiative und gemeinschaftliches Engagement vor Ort.
Gleichzeitig bleibt die notwendige Flexibilität erhalten, sollte das Gebäude zu einem späteren Zeitpunkt wieder für schulische Zwecke benötigt oder einer anderen Nutzung zugeführt werden.
Der zuständige Gemeinderat Martin Baumgartner betont die Bedeutung der Initiative: «Ein Dorf lebt vom Austausch und vom Engagement seiner Bevölkerung. Als Gemeinde unterstützen wir dieses Projekt sehr gerne, da es den Braunwaldern die Möglichkeit bietet, die Zukunft ihres Dorfes aktiv mitzugestalten. Ich bin gespannt auf die Ideen, die in diesem geschichtsträchtigen Gebäude entstehen, und wünsche dem Projekt viel Erfolg.»






