Neophytenjagd 2026: Viele kleine Einsätze – grosse Wirkung

Gemeinde Glarus Süd
Gemeinde Glarus Süd

Glarus,

Glarus Süd startet die Neophytenjagd 2026: Von Mai bis Juni können Bevölkerung, Vereine und Schulen invasive Pflanzen bekämpfen und die heimische Natur stärken.

Glarus Süd
Invasive Neophyten wie das Drüsige Springkraut am Schlattberg oberhalb von Luchsingen breiten sich auch in Glarus Süd zunehmend aus. Mit dem Projekt «Neophytenjagd» will die Gemeinde solche Bestände gezielt reduzieren. - Tom Glarner

Wie die Gemeinde Glarus Süd informiert, ruft sie ihre Bevölkerung zur aktiven Teilnahme an der Neophytenjagd 2026 auf. Das Projekt ist Teil des mehrjährigen Programms «Glarus Süd biodivers». Ziel ist es, gebietsfremde Pflanzen durch koordinierte Einsätze von Mai bis Juni 2026 im gesamten Gemeindegebiet gemeinsam zu reduzieren.

Invasive Neophyten breiten sich auch in Glarus Süd zunehmend aus und verdrängen einheimische Pflanzenarten. Die Folgen betreffen Natur, Landwirtschaft und Landschaftsbild.

Mit der «Neophytenjagd» ruft die Gemeinde die Bevölkerung dazu auf, gemeinsam aktiv zu werden. Mit dem gemeinschaftlichen Aktionsprojekt soll die Ausbreitung dieser Problempflanzen eingedämmt werden.

Viele kleine Einsätze – grosse Wirkung

Das Prinzip ist einfach: Viele freiwillige Einsätze im gesamten Gemeindegebiet ergeben zusammen eine grosse ökologische Wirkung. Unter dem Motto «Neophyten raus – einheimische Pflanzen rein» werden Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Vereine, Landwirtschaftsbetriebe und Unternehmen eingeladen, aktiv mitzuhelfen.

Von Ende Mai bis Mitte Juni 2026 organisiert die Gemeinde mehrere Einsätze. Interessierte können sich online auf der Webseite der Gemeinde für einen Einsatz anmelden.

Als Anerkennung erhalten Teilnehmende zehn Franken pro Stunde und Person, bar ausbezahlt direkt nach dem Einsatz. Die Entschädigung erfolgt im Rahmen der kantonalen Fördermassnahmen zur Bekämpfung invasiver Neophyten und wird der Gemeinde entsprechend rückvergütet.

Einsätze auf Privatgrundstücken möglich

Im Herbst werden zudem unter allen registrierten Teilnehmenden drei attraktive Preise verlost. Schulen, Vereine oder grössere Gruppen werden gebeten, sich direkt mit dem zuständigen Departement Gesellschaft und Sicherheit in Verbindung zu setzen.

Auch Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer oder Pächter können aktiv werden. Wer auf dem eigenen Grundstück invasive Neophyten bekämpfen möchte, meldet seinen Bedarf (Datum, Ort, Anzahl benötigte Helfende) der Gemeinde.

Die Einsätze werden über die Gemeindekanäle publiziert. Die Finanzierung erfolgt durch die Eigentümerschaft; auch hier beträgt die Entschädigung zehn Franken pro Stunde und Person. So entsteht eine Win-win-Situation für Natur, Bevölkerung und Grundstückbesitzende.

Auftakt im März: Samen- und Stecklingsbörse

Den Startschuss ins Biodiversitätsjahr macht die zweite Samen- und Stecklingsbörse am Samstag, 14. März 2026, von 9 bis 12 Uhr, im alten Schulhaus Luchsingen. Besucherinnen und Besucher können Samen, Stecklinge, Knollen und andere Pflanzenschätze tauschen und erhalten praktische Tipps, wie sie mit wenig Aufwand einen grossen Beitrag zur Biodiversität im eigenen Garten oder auf dem Balkon leisten können.

Der Anlass ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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