Altersstrategie schafft Grundlage für kommende Jahre

Wil,
Die Gemeinde Eschenbach hat ihre neue Altersstrategie verabschiedet. Sie definiert Handlungsfelder für ein selbstbestimmtes und gut vernetztes Leben im Alter.

Wie die Gemeinde Eschenbach SG berichtet, hat die Kommission Alter gemeinsam mit dem Gemeinderat mit der Strategie einen Kompass entwickelt, der aufzeigt, in welche Richtung sich die Gemeinde künftig bewegen soll. Die Strategie dient als Leitlinie.
Sie stellt weder eine Vorschrift noch ein Reglement dar. Sie benennt zentrale Themen und beschreibt Werte, an denen sich die Gemeinde und ihre Akteurinnen und Akteure orientieren können.
Als Basis für die Altersstrategie Eschenbach dienten einerseits die verschiedenen Grundlagen und Bedarfsberechnungen, andererseits wurde ein Strategieprozess in Form von Workshops mit Akteuren der Altersversorgung und einem partizipativen Prozess mit der Bevölkerung durchgeführt.
Partizipativer Prozess mit Bevölkerung 2025
Mit verschiedenen Akteuren der Altersversorgung der Gemeinde Eschenbach wurden zwei Workshops zur Klärung der strategischen Grundlagen durchgeführt. Dabei wurden zwei zentrale Methoden angewendet: Fragebogen zur Klärung der Care Vision für Eschenbachund SWOT-Analyse zur aktuellen (2021) Altersversorgung in Eschenbach.
Ausgehend von qualitativen Themenfeldern und den Prämissen altersfreundlicher Gemeinden wurden die Bedürfnisse der Bevölkerung von Eschenbach systematisch erhoben. Die Teilnahme am partizipativen Prozess war freiwillig und allen zugänglich. Der Anlass umfasste rund 80 Teilnehmende.
Die Schwerpunkte der gewählten Care Vision, die Themen der SWOT-Analyse und die Ergebnisse des partizipativen Prozesses wurden zu strategischen Handlungsfeldern verdichtet, aus denen Leitsätze abgeleitet wurden.
Ganzheitliche Alterspolitik im Fokus
Eschenbach verfolgt eine personenzentrierte Alterspolitik, die alle Phasen des Alterns mit den zugehörigen sozialen und gesundheitsbezogenen Bedürfnissen integriert. Dies beinhaltet insbesondere die Stärkung bestehender Angebote, den Ausbau der Vernetzung der Akteure und das Schliessen von aktuellen und zukünftigen Angebotslücken.
Die dritte Lebensphase wird als wichtige Ressource für die Gesellschaft angesehen. Die Generationen sollen sich gegenseitig unterstützen und die Einwohnerinnen und Einwohner nehmen bis ins hohe Alter am gesellschaftlichen Leben teil.
Wenn die Kräfte nachlassen, stehen vielfältige und bedarfsorientierte Wohnformen, medizinische Leistungen sowie Pflege-, Betreuungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Verfügung. Dabei werden familiäre und nachbarschaftliche Unterstützung und Betreuung gleich gewichtet wie Angebote formeller Akteure.
Strategische Ausrichtung klar festgelegt
Die strategischen Handlungsfelder orientieren sich an den demografischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, an den Grundsätzen der personenzentrierten Alterspolitik, der Verdichtung der SWOT-Analyse und den Ergebnissen des partizipativen Prozesses.
Aus der Altersstrategie ergeben sich vier zentrale strategische Felder: Gelingendes Altern, koordiniertes Handeln, vielfältige Angebote entlang der Versorgungskette sowie Wohnen und Freizeit. Diese Bereiche bilden die Grundlage für die künftige Ausrichtung der Alterspolitik in der Gemeinde. Die vollständige Strategie ist auf der Webseite veröffentlicht.






