St. Gallen: Kulturmuseum lädt im Oktober zu Führungen und Erzählcafé

    Kulturmuseum St. Gallen
    Kulturmuseum St. Gallen

    Stadt St. Gallen,

    Das Kulturmuseum St. Gallen lädt im Oktober zu vier Anlässen – von der Steinzeitforschung bis zum Erzählcafé. Die Schau über Klosterfrauen endet am 4. Oktober.

    St. Gallen
    Das Museum im Lagerhaus in St. Gallen (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

    Nach einem Rekordsommer wird es wieder kühler. Die Blätter im Stadtpark verfärben sich, das Licht wird goldener. Der Herbst erinnert uns daran, dass es sich lohnt, sich wieder etwas mehr Zeit zu nehmen.

    Zum Beispiel für einen letzten Besuch in «zurückgezogen, zugewandt. Klosterfrauen heute»: Noch bis 4. Oktober erzählen die porträtierten Nonnen und Inklusinnen von ihren Lebenswegen, Entscheidungen und Erfahrungen. Oder für eine Spurensuche in «Stereotypes: Neanderthalerin», die unseren Blick auf das Leben vor Zehntausenden von Jahren und auf unsere eigenen Vorstellungen davon herausfordert.

    Und danach? Noch etwas mehr Gemütlichkeit im MUCAFÉ. Dort beginnt langsam die wohlige Jahreszeit: mit feinen Suppen, Chai Latte und natürlich unserem Signature Cappuccino – samt einer kleinen Portion italienischer Restwärme.

    Wir sehen uns im Oktober im Kulturmuseum. Es lohnt sich, etwas länger zu bleiben.

    Alte Funde, neue Fragen – aktuelle Steinzeitforschung im Kulturmuseum

    Seit vielen Jahrzehnten haben in den Ostschweizer Höhlen keine neuen Ausgrabungen mehr stattgefunden. Doch moderne Methoden eröffnen auch auf alte Funde und Dokumentationen neue Forschungsperspektiven. Archäologinnen des Kulturmuseums erzählen, wie sie die verschiedenen Altbestände gesichtet, aufgearbeitet und teilweise zusammengeführt haben, welche Fragen dabei entstanden sind und welche Forschungen sie gemeinsam mit verschiedenen Partnerinstitutionen angestossen haben.

    Ein Werkstattbericht zur aktuellen Steinzeitforschung – mit exklusiven Einblicken in originales Fundmaterial.

    Blick hinter die Kulissen

    Mit Julie Vuignier und Sibylle Frei, Konservatorinnen und Restauratorinnen Restaurieren – aber wieso?

    Zum ersten Mal beteiligt sich das Kulturmuseum am Europäischen Tag der Restaurierung und lädt dazu ein, einen Einblick in dieses vielseitige Fachgebiet zu erhalten. Was passiert mit einem Kulturgut, bevor es gereinigt, ergänzt oder retuschiert wird? Und was soll eine Restaurierung überhaupt erreichen?

    Die Konservatorinnen und Restauratorinnen Julie Vuignier und Sibylle Frei führen durch das Museum und zeigen anhand ausgewählter Kulturgüter vergangene und aktuelle Restaurierungsmassnahmen. Dabei geht es nicht nur um technische Fragen, sondern auch um Geschichte, Kontext und die ethische Komplexität in der Restaurierungsarbeit.

    Szenische Führung

    Schaufel, Schweiss und Staub: Ostschweizer Archäologie-Pionierinnen erzählen. In den späten 1950er Jahren haben sich die Archäologinnen Elisabeth Schmid, Irmgard Grüninger und Franziska Knoll-Heitz im Wildkirchli auf eine Spurensuche zu den frühen Menschen begeben. Was würden die drei wohl zu den neuesten Forschungsergebnissen über das Leben der Neanderthalerinnen sagen?

    Die Historikerin Judith Thoma schlüpft in ihre Haut und führt mit Hintergrundwissen und einer guten Portion Humor durch die Sonderausstellung «Stereotypes: Neanderthalerin».

    «Geboren in…»

    Im moderierten Erzählcafé hören wir selbst erlebte Geschichten, tauchen in unsere und andere Lebenswelten ein, erinnern uns an Vergessenes und erfahren Neues.

    Wie hat dich dein Geburtsort beeinflusst, dich nachhaltig geprägt? Fühlst du dich mit deinem Geburtsort verbunden oder eher fremd? Welche Erinnerungen hast du an diesen Ort?

    Erzählen ist immer freiwillig, zuhören ist Pflicht – ohne zu bewerten oder zu urteilen! Es braucht keinerlei Vorkenntnisse, nur Neugier auf die Geschichten anderer Menschen.

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