TSV St. Otmar unterliegt Wacker Thun dramatisch

Trotz 15:11-Pausenführung verliert der TSV St. Otmar vor über 1000 Fans mit 26:27 gegen Wacker Thun, das den Sieg mit der Schlusssirene sichert.

Wie der TSV St. Otmar schreibt, hat das Team ein mitreissendes Heimspiel gegen Wacker Thun trotz Pausenführung unglücklich mit 26:27 verloren. Vor über 1000 Fans in der Kreuzbleiche wurden den St.Gallern zehn torlose Minuten im zweiten Durchgang zum Verhängnis.
Es war das erwartet umkämpfte und ausgeglichene Spiel zweier formstarker Mannschaften auf Augenhöhe. St.Otmar erarbeitete sich nach einem schwierigen Start – nach elf Minuten stand es 4:7 – langsam aber stetig Vorteile. An der Basis der Wende im Verlauf der ersten Halbzeit stand ein starker Torhüter Andreas Björkman Myhr, der in den weiteren 19 Minuten des ersten Durchgangs nur noch vier Thuner Treffer zuliess.
Die St.Galler führten darum zur Pause verdient mit 15:11 und konservierten den Vorsprung auch nach der Pause. Wackers Trainer Remo Badertscher brachte ab der 42. Minute den siebten Feldspieler, und die Massnahme zeigte eine kurzzeitige Wirkung: Thun verkürzte von 17:21 auf 20:21.
Im Gegensatz zum ersten Heimspiel gegen Wacker im August 2025, das die St.Galler ebenfalls nach Pausenführung unglücklich verloren, fanden sie diesmal aber in der Folge eine bessere Lösung gegen den vom starken Thuner Regisseur Ante Gadza orchestrierten Überzahlangriff. St.Otmar setzte die Thuner immer wieder gut unter Druck, Björkman Myhr wehrte regelmässig Bälle ab.
Last-Second-Tor schockt St.Otmar trotz starkem Kampf
Das Problem lag in jener Phase auf der anderen Seite des Spielfelds. Nach dem Tor von Andrin Dörwaldt zum 22:20 blieben die St.Galler für über zehn Minuten ohne weiteren Treffer. Möglichkeiten hätte es gegeben:
St.Otmar scheiterte dreimal frei von Linksaussen, einmal vom Kreis (jeweils an Wacker-Keeper Silvan Fürst) und einmal von der Siebenmeterlinie (an der Lattenunterkante). Gelbschwarz war aber trotzdem noch immer im Spiel. Carl Löfström brach fünf Minuten vor Schluss den Bann und erzielte den Anschlusstreffer zum 23:24.
Eine ohnehin packende Partie ging nahtlos in eine spektakuläre und stimmungsvolle Schlussphase. St.Otmar kämpfte sich heran und erzielte zweimal den Ausgleich; letztmals knapp 15 Sekunden vor Schluss durch Carl Löfström zum 26:26.
Die Thuner hatten aber tatsächlich noch einmal eine Antwort: Ein letztes magistrales Zuspiel von Gadza fand Nils Stettler am Kreis, der mit der Schlusssirene einnetzte. Für St.Otmar war es im dritten Vergleich mit den Berner Oberländern in dieser Saison die dritte Niederlage – trotz eines starken Auftritts. Einzig der Lohn blieb dem Heimteam in der Kreuzbleiche verwehrt.





