Thurgau

Statt Stadtbus: Bestehendes Netz soll ausgebaut werden

Nau.ch Lokal
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Weinfelden,

Ein eigener Stadtbus steht in Weinfelden nicht zur Debatte. Der Stadtrat will stattdessen den öffentlichen Verkehr mit regionalen Bussen bis Ende 2026 ausbauen.

Der Bahnhof mit der Busstation Weinfelden.
Der Bahnhof mit der Busstation Weinfelden. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie die Stadt Weinfelden informiert, hat der Stadtrat die Einfache Anfrage von Claudia Bieg (SP) zum Thema Stadtbus beantwortet. Er hält fest: Ein eigener Stadtbus steht aktuell nicht im Vordergrund, die lokale ÖV-Feinerschliessung soll aber schrittweise weiterentwickelt werden: Die nächste Verbesserung soll bereits Ende Jahr durch einen Halbstundentakt im östlichen Stadtgebiet erfolgen.

Stadtparlamentarierin Claudia Bieg (SP) wollte vom Stadtrat wissen, wie er aktuell zum Thema Stadtbus steht. In der Beantwortung der Einfachen Anfrage hält der Stadtrat fest, dass ein eigener städtischer Ortsbus nicht mehr weiterverfolgt wurde, nachdem das Stimmvolk einen Ortsbuskredit im Februar 2020 deutlich abgelehnt hatte.

Stattdessen setzt der Stadtrat auf Verbesserungen der lokale Feinerschliessung durch den öffentlichen Verkehr. Der Stadtrat beurteilt ein eigenständiges Ortsbusnetz weiterhin als finanziell anspruchsvoll und derzeit nicht mehrheitsfähig.

Bestehende Linien besser nutzen

Gleichzeitig sieht er Handlungsbedarf bei einer guten, bezahlbaren ÖV-Erschliessung. Stadtrat Daniel Engeli, verantwortlich für das Ressort Öffentliche Sicherheit, sagt: «Wir wollen die lokale ÖV-Erschliessung mit Lösungen verbessern, die in einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen.»

Die Stadt setzt deshalb auf die Zusammenarbeit mit dem Kanton Thurgau und den regionalen Busbetrieben. Positive Erfahrungen bestehen bereits mit den Linien 722 und 932 im westlichen Teil von Weinfelden. Dort konnten zusätzliche Haltestellen und ein Halbstundentakt mit verhältnismässig moderatem Aufwand erreicht werden.

Auch das kantonale ÖV-Konzept 2025–2030 zeigt Synergiepotenzial auf. Die bestehenden Standzeiten der Linien 833 und 921 könnten genutzt werden, um das östliche Stadtgebiet besser zu erschliessen. Die Gespräche mit dem Kanton sind weit fortgeschritten.

Ergänzende Angebote bleiben wichtig

Vorgesehen ist eine Verbindung im Halbstundentakt bis zur Aeulistrasse ergänzt mit einer Schlaufe via Haltestelle Güttingersreuti und einer neuen Haltestelle im Muggenwinkelquartier. Dieser Streckenabschnitt wird zur Hälfte vom Kanton getragen und ist damit finanziell für Weinfelden und die umliegenden Gemeinden tragbar. Die Umsetzung ist per Ende 2026 geplant.

Als Ergänzung zum ÖV verweist der Stadtrat auf bestehende Angebote wie den subventionierten Taxi-Betrieb, den Fahrdienst von Zeitgut Region Weinfelden sowie den Begleit- und Fahrdienst des SRK Thurgau.

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