Trotz weniger Parkplätze: Gewerbe lobt «Bahnbusplus»

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Weinfelden,

Die Stadt Bischofszell hat dem lokalen Gewerbe das Projekt «Bahnbusplus» vorgestellt. Trotz des Abbaus von zwölf Parkplätzen fielen die Reaktionen positiv aus.

Kreisel am Bahnhof Bischofzell Stadt.
Kreisel am Bahnhof Bischofzell Stadt. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Der Bahnhofplatz Bischofszell Stadt soll künftig eine behindertengerechte und zeitgemässe Verkehrsdrehscheibe sein. Wie die Stadt Bischofszell mitteilt, konnten an einem Infoevent im Güterschuppen am Bahnhof Gewerbetreibende darüber diskutieren, inwiefern das Projekt «Bahnbusplus» ihre Unternehmen tangiert.

Insgesamt könne das Projekt «Bahnbusplus» zu einem vernünftigen Kosten-Nutzen-Verhältnis realisiert werden, sagte Stadtpräsident Thomas Weingart. Er erläuterte anhand des Projektmodells, dass das Projekt unter anderem aufgrund der Behindertengleichstellung erfolgt und dass der geplante Bushof auf der Westseite des Bahnhofs Orientierungshilfen für blinde Personen am Boden beinhalte.

Dies sei auch einer der Gründe, weshalb auf diesem Platz künftig kein Individualverkehr mehr vorgesehen sei. Man habe angesichts der beschränkten Platzverhältnisse und der Vorgaben für Verkehr und Sicherheit versucht, das Maximum herauszuholen.

Grundsätzlich positiv aufgenommen

Boris Binzegger, zuständiger Stadtrat für den Verkehr, erklärte, dass trotz des geplanten Bushofs in Betracht gezogen werde, dass grössere Post-Lieferungen um die Westseite des Bahnhofplatzes möglich sein können. Dies wäre auch für das Bischofszeller Gewerbe ein wichtiger Aspekt, dessen Rückmeldungen für weitere Optimierungen verarbeitet werden.

Auf der künftig begrünten Ostseite sieht das Projekt zwar deutlich mehr Parkplätze vor, insgesamt werden aber wegen des geplanten Bushofs auf der Westseite zwölf Parkplätze weniger zur Verfügung stehen. Besonders die Ausfahrten zur Poststrasse auf der neugestalteten Ostseite waren ein zentrales Diskussionsthema.

Drei lokale Gewerbler, die am Anlass teilnahmen, sehen das Projekt jedoch grundsätzlich positiv. Stefan Büchler, Präsident des Gewerbevereins Bischofszell und Geschäftsführer des Dachdeckerunternehmens Kurt Büchler, sagte: «Ich finde, die Abklärungen wurden bisher gut ausgearbeitet. Schade ist, dass es weniger Parkplätze gibt. Das betrifft aber eher das öffentliche Leben als uns Unternehmer, weil wir in Bischofszell sowieso Parkkarten haben und uns relativ gut in der Stadt bewegen und unsere Baustellen oder Kunden bedienen können.»

Hoffnung auf gute Lösung

Ähnlich sieht es Roland Geiger, Mitinhaber und Geschäftsführer des Fotografieunternehmens omnify.ch: «Ich finde eigentlich nicht schlecht, was ich gesehen habe. Die Parkplätze sind einfach ein Verlust.»

Er hoffe auf eine gute Lösung für die Post und die anderen umliegenden Geschäfte. Leandro Sussi, Inhaber des Malergeschäfts Sussi, betrachtet die Neugestaltung optimistisch: «In meinen Augen ist es grundsätzlich ein gutes Projekt. Es tangiert mich sowieso nicht gross. Früher oder später muss man einmal etwas ändern, man kommt fast nicht drumherum.»

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