«Schnell, schnell»: Mona Vetsch putzt im Bundeshaus

Vor der ersten Debatte des Tages soll der Nationalratssaal gepflegt daherkommen. Mona Vetsch eilt zur Hilfe …
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Das Wichtigste in Kürze
- Mona Vetsch packt hinter den Kulissen im Bundeshaus gleich selbst mit an.
- Vor der ersten Sitzung muss der Nationalratssaal geputzt werden.
- Auf den Toiletten wird klar, welches Geschlecht mehr Wert auf Hygiene legt.
«Wir machen schnell, schnell» – diesem Motto will Mona Vetsch (51) gerecht werden.
Ausgerüstet mit weissem Kittel und gelben Lumpen steht die Moderatorin plötzlich im Nationalratssaal. Gemeinsam mit Reinigungskraft Sanja Lackovic verfolgt sie ein Ziel: Das Parlamentsgebäude in Bern wieder zum Glänzen zu bringen.
Zu Beginn der Sommersession letzten Juni blickt Vetsch für ihre Sendung «Mona mittendrin» hinter die Kulissen des Bundeshauses.
Wer sind die Menschen, die den Betrieb im Parlament aufrechterhalten? Klar ist: Für Ordnung sorgen hier nicht nur Dolmetscherinnen, Kommissionssekretäre oder Mitarbeitende des Amtlichen Bulletins.
Putzen unter Zeitdruck
Genauso wichtig ist das Personal der Unterhaltsreinigung. Bereits vor der ersten Debatte am frühen Morgen sorgen die Putzkräfte im Bundeshaus für Sauberkeit und einladendes Ambiente. Mona Vetsch will es genau wissen – und packt gleich mit an.

Tische, Stühle, Pulte und natürlich der Boden – überall wird durchgewischt und jeder noch so kleine Fleck oder Brösmel beseitigt. Auch dem Schreibtisch des Nationalratspräsidenten Pierre-André Page (SVP) verleiht Vetsch neuen Glanz. Und das alles in zügigem Tempo, denn in einer Stunde beginnt bereits die erste Sitzung.
Doch abgeschlossen haben die beiden Frauen mit ihrer Arbeit noch nicht. Schliesslich drückt auch bei den 246 Parlamentsmitgliedern ab und zu die Blase. Gut, dass Lackovic und ihr Team auch auf den Toiletten für hygienische Zustände sorgen.

Ob sie bei Männern oder Frauen mehr putzen muss, will Vetsch wissen. «Manchmal ist es bei den Frauen wirklich dreckiger», weiss die Reinigungsfrau erfahrungsgemäss. Doch auch bei den männlichen Politikern gebe es auf dem WC mal gute und mal «ganz schlechte Tage».
Ob Mona es so genau wissen wollte? Ihr Blick spricht für sich.
Saubere Pissoirs dank Mona
In knapp 80 Folgen ist Vetsch bereits in unterschiedlichste Berufswelten eingetaucht. Ob hinter Gittern, im Militärdienst oder bei der Rechtsmedizin: alles komplettes Neuland für die Thurgauerin.
Doch Toiletten putzen? Das dürfte ihr vertraut vorkommen.
Vor dem Auffahrtswochenende im Mai 2024 war genau das Monas erste Aufgabe nach ihrer Ankunft an der Gotthard Raststätte. Bei 23 WCs, zehn Pissoirs und zwei Duschen hiess es: runter mit dem Schmutz! Gerade an einem Ort, an dem täglich tausende Menschen ein- und ausgehen, gilt Sauberkeit als oberstes Gebot.
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Im Gegensatz zum Bundeshaus hinterliessen an der Raststätte eher die Männer die grösseren Flecken. Reinigungskraft Sarra Bouraoui weiss dann jeweils, was zu tun ist: «Manchmal, wenn viele Männer hier sind, laufe ich schnell mit dem Wägeli», witzelt sie im Gespräch mit Vetsch.
Bei aller Diskretion: Kurze Blicke gehören hier halt schliesslich dazu, auch wenn nebenan jemand gerade seine Blase leert ...







