Graubünden

    Domleschg GR plant Trinkwasserlieferungen mit Lastwagen

    Keystone-SDA Regional
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    Thusis,

    Die Bündner Gemeinde Domleschg hat auf die Wasserknappheit in ihren Ortsteilen Feldis und Scheid reagiert. Sie will Wasser aus den intakten Wasserquellen der Gemeinde mit Lastwagen nach Scheid und Feldis transportieren, um die Wasserversorgung im Winter sicherzustellen.

    In den Ortsteilen Scheid und Feldis in der Bündner Gemeinde Domleschg herrscht Wasserknappheit. (Symbolbild)
    In den Ortsteilen Scheid und Feldis in der Bündner Gemeinde Domleschg herrscht Wasserknappheit. (Symbolbild) - KEYSTONE/DPA-Zentralbild/PATRICK PLEUL

    Die Gemeinde kämpfte wie viele andere Regionen schweizweit bereits ab Juni aufgrund der Trockenheit mit Wasserknappheit. Die Situation spitzte sich aber in den vergangenen Monaten in Feldis und Scheid immer mehr zu. Deshalb schlug die Gemeinde kürzlich eindringlich Alarm. Sie teilte mit, dass in den Ortsteilen Feldis und Scheid das Wasser knapp wird. Wenn die Quellschüttungen im gleichen Ausmass weitersinken, könne der Wasserbedarf in Scheid ab Mitte Dezember und in Feldis ab Anfang November nicht mehr gedeckt werden.

    Am Montagabend informierte die Gemeinde die Bevölkerung darüber, wie sie mit der Situation umgehen will. Die Lösung: Die Gemeinde mietet einen LKW und zwei Trinkwassersilos und transportiert das Wasser aus dem Tal in die Gemeindeteile. «Mit dieser Massnahme können wir garantieren, dass aus dem Wasserhahn weiterhin ständig Wasser verfügbar ist», erklärte Gemeindepräsident Pius Giger (parteilos) gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Mit dem Lastwagen könnten pro Fahrt rund 25'000 Liter transportiert werden. «Damit könnten wir im absoluten Notfall mit sechs bis acht Fahrten das Wassernetz in Feldis und Scheid stützen.» Der normale Tagesverbrauch liege in Scheid bei rund 50 bis 60 Kubikmeter – also rund 50'000 bis 60'000 Liter und in Feldis bei gegen 60 Kubikmeter.

    Massnahme ist ein Novum in der Gemeinde

    Diese Massnahme ist gemäss Giger in der Gemeinde noch nie ergriffen worden. Andere bereits getroffene Wassersparmassnahmen – wie das Abstellen von Dorfbrunnen – seien aber bereits mehrmals getroffen worden. «Bis jetzt war immer vom Wasserschloss Schweiz und insbesondere Graubünden die Rede und jetzt sagen die Behörden plötzlich, dass das Wasser knapp wird. Das ist eine Herausforderung, mit welcher sich sowohl die Bevölkerung als auch die Politik auseinandersetzen müssen», so Giger. Die Informationsveranstaltung habe deshalb nicht dazu gedient, den Menschen Angst zu machen, sondern um Sicherheit zu vermitteln, dass die Trinkwasserversorgung dennoch sichergestellt ist.

    Die Kosten für diese Massnahme fallen gemäss Giger relativ moderat aus, weil die Gemeinde einen Mitarbeiter habe, der die Lastwagenprüfung hat. So müsse die Gemeinde nur den LKW sowie die Wassersilos mieten. Genaue Zahlen wollte Giger aber noch nicht nennen, da noch Abklärungen laufen würden.

    Etwas teurer wird es nur über die Festtage in Feldis. «Da haben wir während zwei Wochen viele Gäste, sodass der Wasserverbrauch auf rund 200 Kubikmeter pro Tag ansteigt.» Für diese Zeit müsse die Gemeinde deshalb einen zweiten Lastwagen mit Chauffeur hinzuziehen.

    Kommentare

    User #2408 (nicht angemeldet)

    Obwohl es genug Maultiere gibt im Kanton !?!?

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