Kanton Thurgau will den Standort besser entwickeln

Keystone-SDA Regional
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Frauenfeld,

Der Thurgauer Regierungsrat will erstmals eine kantonale Standortpolitik definieren. Reagiert wird damit unter anderem auf tiefe Bewertungen im Finanzausgleich. Ein Beratungsbüro aus Zürich bekommt einen Auftrag.

Der Thurgauer Regierungsrat will auf negative Entwicklungen reagieren und den Kanton als Standort weiterentwickeln. (Archivbild)
Der Thurgauer Regierungsrat will auf negative Entwicklungen reagieren und den Kanton als Standort weiterentwickeln. (Archivbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Verschiedene Analysen und Bewertungen, aber auch Entwicklungen beim nationalen Finanzausgleich zeigten für den Thurgau «tiefe Bewertungen oder unterdurchschnittliche Dynamiken», heisst es in den Regierungsmitteilungen vom Donnerstag.

Beim Ressourcenpotential im Finanzausgleich habe sich der Kanton in der letzten Periode «gar schweizweit am schlechtesten von allen Kantonen» entwickelt. Trotz einer Positionierung im Steuerwettbewerb in der vorderen Hälfte oder gar im vorderen Drittel der Kantone, sei «keine Zuzugsdynamik festzustellen».

Der Thurgau stehe mit anderen Kantonen im Wettbewerb um Unternehmen, Fachkräfte, Investitionen sowie um Einwohnerinnen und Einwohner. Der Regierungsrat wolle nun eine «koordinierte kantonale Standortentwicklung» vorlegen. Sie habe das Ziel, eine gemeinsame Orientierung für Politik, Verwaltung, Wirtschaft und weitere Akteure zu schaffen.

Erste Etappe genehmigt

In diesem Prozess sollen Massnahmen zu Themen wie Steuern, Innovation, Infrastruktur, Bildung, Raumplanung und Standortmarketing erarbeitet werden. Vorgesehen sind drei Etappen. Der erste Schritt sei ein Richtungsentscheid, der zeige, welche Handlungsoptionen weiterverfolgt werden sollten, heisst es in der Mitteilung.

Danach folgten im Detail ausgearbeitete Umsetzungspläne und schliesslich die Erteilung der Aufträge für die Realisierung der Massnahmen. Genehmigt hat der Regierungsrat aber bisher nur die erste Etappe. Für die externe Projektbegleitung durch das Beratungsbüro Hanser Consulting AG aus Zürich wurde ein Kostendach von 70'000 Franken beschlossen.

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