Thurgauer Kantonsrat Sigrist (EDU) über die Klimafonds-Initiative

    Andreas Sigrist
    Andreas Sigrist

    Münchwilen,

    Am 8. März stimmt die Schweiz über die Klimafonds-Initiative ab. Andreas Sigrist (EDU) wird ein klares Nein in die Urne legen. Ein Gastbeitrag.

    Andreas Sigrist Porträtfoto EDU
    Andreas Sigrist ist EDU-Kantonsrat im Thurgau. - zVg

    Die Klimafonds-Initiative wird als Generationenprojekt «verkauft», offenbart aber Züge einer Ersatzreligion. Wenn CO2 zur «Erbsünde», internationale Abkommen zur unfehlbaren «Heiligen Schrift» und die Klimaneutralität zum absoluten «Erlösungsziel» erhoben werden, geht der Blick für angemessene Lösungen verloren.

    Die Initiative verspricht zwar eine hoffnungsvolle Zukunft, blendet die enormen Kosten aber weitgehend aus. Dieser moralische Optimismus führt zu einem indirekten Erlösungszwang: Wer die finanziellen Folgen kritisch hinterfragt, gilt schnell als jemand, dem die Zukunft egal ist.

    Wie stimmst du bei der Klimafonds-Initiative?

    Ein gesundes Weltbild hingegen sollte in der Eigenverantwortung gegründet sein. Das bedeutet: Wir schützen unsere Lebensgrundlagen aus Dankbarkeit und Respekt.

    Aus unserer Freiheit und der Liebe zur Schöpfung übernehmen wir Verantwortung – nicht aus staatlich verordnetem Zwang oder der Selbstüberschätzung, das Weltklima durch finanzielle Umverteilung und das Umgehen der Schuldenbremse «retten» zu können.

    Klimafonds
    Am 8. März stimmt die Schweiz über die Klimafonds-Initiative ab. (Archivbild) - Keystone

    Wir brauchen keine moralische Überhöhung, sondern eine Rückkehr zu pragmatischen Güterabwägungen und technologischem Fortschritt, der den Menschen dient, statt sie durch einen modernen «Ablasshandel» zu bevormunden, der uns jährlich rund 7 Milliarden Franken kosten wird. Dieses Geld würde uns an anderer Stelle fehlen.

    Wer die Umwelt bewahren und unsere finanzielle Stabilität schützen will, sagt am 8. März: Nein zur Klimafonds-Initiative.

    Zum Autor

    Andreas Sigrist (*1962) ist EDU-Kantonsrat im Thurgau.

    Kommentare

    User #4933 (nicht angemeldet)

    Wir haben das Pariser-Abkommen unterzeichnet. Wir haben uns klare Ziele gesetzt, was bis wann zu erreichen ist. Davon sind wir weit entfernt. Der Klimafonds ist nichts anderes als eine Durchsetzungsinitiative.

    User #4700 (nicht angemeldet)

    Satire. Wenn jeder Schweizer mir 2000 Fr als steuern ueberweisen muss habe ich eine grosse verantwortung zutragen dafuer will ich ewta 500000 Fr lohn bescheiden wie etwa der SRF chefen lohn dann werde ich ueberlegen wem ich auch noch viel bezahle damit sie mich unterstutzen in der oeffenlichkeits arbeit? Danach werden wir gesuche um hilfen abarbeiten und gottgleich bestimmen wer etwas davon bekommt? Satire.

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