FC St.Gallen: So krempelte Sportchef Roger Stilz den FCSG um

Beim FC St.Gallen läuft es aktuell sehr gut. Grossen Anteil daran hat auch Roger Stilz, der vor zweieinhalb Jahren Alain Sutter als Sportchef beerbte.

Das Wichtigste in Kürze
- Roger Stilz setzt auf deutsche Spieler und fördert zugleich junge Talente.
- Trotz Rückschlägen hält er an Trainer Maassen fest und wird dafür belohnt.
- Seine Erfahrungen in Deutschland prägen Stilz’ erfolgreiche Arbeit in St.Gallen.
Es ist eine ungewohnte Phase für die Ostschweizer, die sich in den letzten Monaten im Aufwind befinden.
Ihren vorübergehenden Höhepunkt erlebt die grünweisse Euphorie Ende der letzten Saison: Der FC St.Gallen holt sich den Cupsieg und wird Vizemeister – Es ist der erste Titel seit der Meisterschaft vor 26 Jahren.
Zwei Baumeister des Erfolgs: Trainer Enrico Maassen – und Sportchef Roger Stilz.

Der Ostschweizer kehrt Anfang 2024 nach 20 Jahren im deutschen Fussball zurück in die Heimat. Stilz folgt als Sportchef auf Alain Sutter, der den Club vorher sechs Jahre an der Seite von Präsident Matthias Hüppi und Trainer Peter Zeidler geprägt hatte. Nur ein Titel schaute dabei nicht heraus.
Stilz holt Enrico Maassen zum FC St.Gallen
Wenige Monate nach Amtsantritt ist Roger Stilz bereits bei der Trainersuche gefordert. Er entscheidet sich für den Deutschen Enrico Maassen. Und zeigt damit auch gleich, dass er den deutschen Markt nach 20 Jahren vor Ort stets im Auge behalten wird.
Heute bilden deutsche Spieler wie Captain Lukas Görtler, Lukas Daschner, Carlo Boukhalfa, Tom Gaal, Behar Neziri, Chima Okoroji oder Colin Kleine-Bekel das Gerüst der Espen. Mit dem Cup-Sieg hat sich diese Strategie aus sportlicher Sicht bereits ausbezahlt.
Zudem verbessert sich unter der Führung von Stilz und Trainer Maassen auch der Übergang der Talente in die 1. Mannschaft, wie die Beispiele Alessandro Vogt (jetzt bei Hoffenheim unter Vertrag), Diego Besio (20) oder Nevio Scherrer (18, zuletzt Torschütze gegen Servette) zeigen.

Dabei weht Stilz nach der ersten kompletten Saison beim FC St.Gallen noch ein eisiger Wind entgegen: Die Espen scheitern im Cup früh an Bellinzona und verpassen die Champions Group in der Super League.
Im Sommer 2025 brodelt es, der Sportchef steht in der Kritik. Doch Stilz übersteht diese Phase, holt mit dem Abgang von Stürmer Willem Geubbels Millionen ins Espen-«Kässeli».
Zudem stützt er seinen Trainer Enrico Maassen. Der Erfolg gibt dem Duo ein Jahr später recht.
Jobzufriedenheit bei 100 Prozent
Rückblick: Von 2016 bis 2021 leitet Roger Stilz die Nachwuchsabteilung beim FC St.Pauli. Dort holt er sich wichtige Erfahrungen und das Rüstzeug für seine spätere Sportchef-Tätigkeit.
In der aktuellen Ausgabe des Fussball-Magazins «Zwölf» erklärt Stilz: «Die Arbeit in einer Academy ist die beste Schule für einen Sportchef. Da machst du alles, was du später brauchst – mit weniger Geld und Druck, dafür mit mehr Teams.»

Abgesehen davon sei es ideal, wenn man dazu eine Trainerausbildung gemacht habe. Und die hat Stilz ebenfalls: Die UEFA-Pro-Lizenz macht er unter anderem gemeinsam mit Julian Nagelsmann.
Der frühere Fussballer Stilz arbeitet zudem auch als Co-Trainer in Nürnberg und beim HSV und als Sportdirektor beim belgischen Club Waasland-Beveren. Bei Jahn Regensburg ist er bis Herbst 2022 als Geschäftsführer Sport tätig. Mittlerweile ist er über zweieinhalb Jahre zurück in der Schweiz.
Anfang Saison sagt der 49-Jährige: «Meine Jobzufriedenheit beim FC St.Gallen liegt bei 100 Prozent und das ist im Fussball nicht oft der Fall.» Nach vielen Jahren im deutschen Fussball ist er also in der Heimat glücklich geworden. Wo würde der 49-Jährige den FCSG einordnen, wäre er ein deutscher Club?
Bei «Zwölf» erklärt Stilz: «In Sachen Infrastruktur, Belegschaft, Stadion und mit seinem Stellenwert würde er in der 2. Bundesliga zu den wichtigsten Vereinen zählen. Vergleichbar etwa mit Darmstadt.»
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in den «St. Galler Nachrichten» erschienen.
| Super League (11.09.2026) | Sp | S | N | U | Tore | Pkt | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | 6 | 6 | 0 | 0 | 17:4 | 18 | |
| 2. | ![]() | 7 | 4 | 0 | 3 | 26:14 | 15 | |
| 3. | ![]() | 6 | 4 | 2 | 0 | 14:11 | 12 | |
| 4. | ![]() | 6 | 3 | 2 | 1 | 12:11 | 10 | |
| 5. | ![]() | 7 | 3 | 3 | 1 | 12:12 | 10 | |
| 6. | ![]() | 7 | 2 | 2 | 3 | 10:13 | 9 | |
| 7. | ![]() | 6 | 2 | 3 | 1 | 11:17 | 7 | |
| 8. | ![]() | 7 | 2 | 4 | 1 | 11:18 | 7 | |
| 9. | ![]() | 7 | 2 | 5 | 0 | 16:17 | 6 | |
| 10. | ![]() | 7 | 1 | 3 | 3 | 7:10 | 6 | |
| 11. | ![]() | 6 | 1 | 3 | 2 | 9:14 | 5 | |
| 12. | ![]() | 6 | 1 | 4 | 1 | 4:8 | 4 | |
| Super League (11.09.2026) | Sp | Pkt | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | 6 | 18 | |
| 2. | ![]() | 7 | 15 | |
| 3. | ![]() | 6 | 12 | |
| 4. | ![]() | 6 | 10 | |
| 5. | ![]() | 7 | 10 | |
| 6. | ![]() | 7 | 9 | |
| 7. | ![]() | 6 | 7 | |
| 8. | ![]() | 7 | 7 | |
| 9. | ![]() | 7 | 6 | |
| 10. | ![]() | 7 | 6 | |
| 11. | ![]() | 6 | 5 | |
| 12. | ![]() | 6 | 4 | |























