St. Gallen

Das Openair St. Gallen ist für die Hitze gerüstet

Keystone-SDA Regional
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Stadt St. Gallen,

Dieses Jahr dürfte das Openair St. Gallen seinem Ruf als «Schlammgallen» trotzen: Die Wetterprognosen versprechen während der Festivaltage vom 25. bis 28. Juni Sonne und hohe Temperaturen. Die Veranstalter reagieren mit Wasserstellen und appellieren an die Festivalgäste, sich vor der Hitze zu schützen.

Am diesjährigen Openair St. Gallen sind - wie am Festival vor zwei Jahren - Planschbecken wohl auch wieder gefragt. (Archivbild)
Am diesjährigen Openair St. Gallen sind - wie am Festival vor zwei Jahren - Planschbecken wohl auch wieder gefragt. (Archivbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Vor Bekanntgabe des Programms des Openairs St. Gallen kann jeweils wunderbar gerätselt werden, welche Bands im Sittertobel zu erwarten sind. Schlechtes Wetter, zumindest ein kräftiger Regengutsch, ist im kollektiven Gedächtnis dagegen eigentlich immer eine Konstante am Festival.

So wurde das Sittertobel in jüngster Zeit zwar immer mal wieder zum Schlammfeld. 2017 trug anhaltender Regen St. Gallen so richtig den Spitznamen «Schlammgallen» ein. Allerdings gab es – entgegen den «Schlammgallen-Unkenrufen» – regelmässig auch wettermässig besonders schöne Ausgaben. So war 2019 das «Hitze-Openair» schlechthin. 2018 startete kühl, lief dann aber auf Sommerniveau auf. 2022 zogen zwar gleich zu Beginn des Festivals Gewitter, Starkregen und Windböen übers Gelände. Danach wurde es aber trocken und heiss.

Dieses Jahr ist das anders. Sonne und hohe Temperaturen sind laut Wetterprognose garantiert. Am Samstag könnte es laut Meteo Schweiz zu ein paar Wolken, am Sonntagabend zu Gewittern kommen. «Schwitzgallen statt Schlammgallen», heisst es auf dem Instagram-Kanal des Openairs. Dort empfehlen die Organisatoren auch, sich vor der Hitze zu schützen: Man solle einen Sonnenschutz tragen und Sonnencreme auftragen, dazu Wasser trinken und Schattenplätze nutzen. «Packt Sonnenhut und Trinkflaschen ein», schreiben sie und schlagen ein kühles Bad in der Sitter vor.

Ist man im Sittertobel eher erleichtert oder besorgt, dass der grosse Regen dieses Jahr ausbleibt, dafür Gluthitze herrscht? «Das ist schon gut so», sagt Gerhard Knechtle, der als Helfer am Openair St. Gallen im Einsatz ist, auf Nachfrage von Keystone-SDA. «Man muss sich halt einfach vernünftig verhalten, einen Hut tragen und den Schatten suchen.» Das diesjährige Wetter sei auf jeden Fall besser als der Schlamm vergangener Jahre.

Um den hohen Temperaturen entgegenzuwirken, haben die Veranstalter zahlreiche Wasserstellen eingerichtet. Laut Knechtle dürfen dieses Jahr neben PET- auch Thermosflaschen mitgebracht werden. «Die Trinkflaschen lassen sich an den Wasserstellen nachfüllen.» Und: «Helfer und Helferinnen befeuchten mit Schläuchen die Wege, damit sich der Staub bindet.» Auch Knechtle erinnert daran, dass es mit der angrenzenden Sitter eine gute Möglichkeit zur Abkühlung gebe. «Für Abkühlung ist gesorgt.»

Wegen allfälliger Gewitter mache man sich noch keine grossen Sorgen, sagt er. In den vergangenen Jahren habe man das Programm aber auch schon unterbrechen müssen. Es sei auch bereits vorgekommen, dass Zelte hätten «geräumt» werden müssen. «Das Openair-Areal liegt auf offenem Gelände», sagt er. Das sei ein Vorteil, denn die Besucherinnen und Besucher könnten ungehindert Schutz suchen.

Zurück zu Hitze und sonstigen Problemen: Laut Knechtle sind die Ambulanz und um die 30 Sanitäter und Sanitäterinnen vor Ort. Und natürlich «Tausende» Helferinnen und Helfer. Einige von ihnen sorgen für etwas Abkühlung, indem sie Besuchende abspritzen.

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