Ostschweiz: Kinderspital führt wegen Gewalt Nachtportiers ein

Marie Augustin
Marie Augustin

Stadt St. Gallen,

Immer öfter haben Einsatzkräfte und Angestellte in Spitälern mit Gewalttaten zu kämpfen. Im Ostschweizer Kinderspital sorgen nun Nachtportiers für Sicherheit.

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Das Ostschweizer Kinderspital setzt bei der Sicherheit auf Nachtportiers. - Facebook /Ostschweizer Kinderspital

Das Wichtigste in Kürze

  • In Spitälern häuft sich die Zunahme von Gewalt.
  • Im Kantonsspital St. Gallen fallen Suchtmittel und psychische Erkrankungen als Ursache auf.
  • Im Ostschweizer Kinderspital summierten sich vor allem die verbalen Angriffe.

Mehrere Spitäler äusserten gegenüber der «Tagesschau» auf SRF eine deutliche Zunahme von Gewalt innerhalb der Einrichtungen. Besonders an Wochenenden komme es zu gehäuften Vorfällen.

Suchtmittel und psychische Erkrankungen als Ursache

Ursächlich für die Angriffe seien oft Suchtmittelkonsum oder psychische Erkrankungen. Das erklärte der Mediensprecher Philipp Lutz des Kantonsspitals St. Gallen gegenüber dem «St. Galler Tagblatt».

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Am Kantonsspital häuften sich die Vorfälle demnach vor allem im Notfallzentrum. Bei Gewalttaten oder Drohungen ohne medizinische Begründung wurde hingegen bislang kein Anstieg verzeichnet.

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Im Kantonsspital St. Gallen begründet sich die im Notfallzentrum zunehmende Gewalt auf medizinische Ursachen. In anderen Bereichen bleibt die Lage stabil. (Archivbild) - keystone

Das Ostschweizer Kinderspital meldet steigende Fallzahlen von zumeist verbaler Gewalt. Der Leiter des Sicherheitspersonals, Willi Büchel, nannte hierzu das Verhalten von Angehörigen als Beispiel: Diese würden den Zustand ihres Kindes manchmal als schlimmer einschätzen als die Angestellten im Spital.

Nachtportiers und Schulungen zur Deeskalation

So komme es öfter bei männlichen Angehörigen zu Ungeduld im Wartezimmer, welche sich dann mitunter in verbaler Gewalt äussere. Um Eskalationen vorzubeugen, hat das Spital seit einem halben Jahr zwei Nachtportiers angestellt. Das neue Sicherheitspersonal soll für zusätzliche Sicherheit sorgen und konnte bereits eine Besserung der Situation erwirken.

Büchel bezeichnet die Beschimpfungen, Drohungen und Beleidigungen für die Mitarbeitenden als «sehr herausfordernd». Es gebe daher zusätzlich regelmässig Schulungen und Unterstützung.

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