Graubünden

    Warmes Wetter erschwert Bündner Hochjagd

    Keystone-SDA Regional
    Keystone-SDA Regional

    Chur,

    Das warme Wetter hat den Bündner Jägerinnen und Jägern auf der Hochjagd im September einen Strich durch die Rechnung gemacht.

    Jagd
    Ein Jäger mit seiner Beute. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Hochjagd in Graubünden war im September weniger ertragreich.
    • Fünf Prozent weniger Hirsche als im langjährigen Mittel seien geschossen worden.
    • Für den Erhalt von Schutzwäldern ist die Jagd im Herbst besonders wichtig.

    Warmes Wetter machte den Bündner Jägerinnen und Jägern bei der September-Hochjagd einen Strich durch die Rechnung: Die bejagten Tiere blieben in der Höhe, die Jäger schossen fünf Prozent weniger Hirsche als im langjährigen Mittel. Diesen «Rückstand» müssen sie nun auf der Sonderjagd im November und Dezember aufholen.

    Dank eines grossen Einsatzes hätten die Jäger bei ungünstigen Bedingungen 3457 Hirsche erlegt, teilte das Amt für Jagd und Fischerei am Mittwoch mit.

    Das sind 319 weniger als im Vorjahr. Um die hoch angesetzten Abschusspläne zu erfüllen, müssen auf der Sonderjagd noch 2218 weibliche Hirsche und deren Kälber erlegt werden.

    Zufrieden sein können die Grünröcke mit der Hochjagd auf Gämsen und Rehe. Die Jagdstrecke liegt über dem Schnitt der letzten Jahre.

    297 Rehe geschossen

    Auf der Sonderjagd müssen dennoch noch 297 Rehe geschossen werden. Zudem findet wieder eine Sonderjagd auf Gämsjährlinge statt.

    In vier Jagdgebieten müssen insgesamt 19 junge Gämsen erlegt werden. Die Erfüllung der hohen Sonderjagdpläne werde auch in diesem Jahr eine grosse Herausforderung, schrieb das Amt für Jagd und Fischerei.

    Die Reduktion der Schalenwildbestände leiste einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der natürlichen Waldverjüngung, hiess es in der Mitteilung.

    Für den Erhalt gesunder Schutzwälder sei die Sonderjagd Ende Herbst besonders wichtig, da sich Hirsche und Rehe dann im Gegensatz zur regulären Septemberjagd in ihren Wintereinstandsgebieten aufhielten.

    Kommentare

    Mehr aus Graubünden

    Kanton Graubünden
    Kanton Graubünden
    Kanton Graubünden
    Kanton Graubünden
    HC Davos
    Später Sieg
    Helikopter Sorgerecht
    21 Interaktionen
    Sorgerechts-Drama

    Mehr aus Ost

    Die beiden Eichmeister Uwe Kurle (l.) und Martin Osterwalder zeigten an einer Medieninformation als praktisches Beispiel die Eichung einer Tanksäule.
    1 Interaktionen
    Auch Tanksäule
    Andreas Sigrist Porträtfoto Gastbeitrag
    14 Interaktionen
    Andreas Sigrist (EDU)
    «Kühe können nicht einfach Milch mit mehr Protein geben»
    61 Interaktionen
    Eiweiss-Hype