Oberbüren schliesst 2025 besser als erwartet ab

Die Jahresrechnungen 2025 der Gemeinde Oberbüren weist 2025 ein Defizit von 531’739 Franken aus – rund 798’000 Franken besser als budgetiert.

Wie die Gemeinde Oberbüren schreibt, schliesst die Rechnung 2025 der Politischen Gemeinde Oberbüren mit einem Aufwandüberschuss von 531’739,38 Franken ab. Im Ergebnis enthalten ist der budgetierte ausserordentliche Buchgewinn von 1,090 Millionen Franken.
Gegenüber dem budgetierten Defizit von 1,330 Millionen Franken entspricht dies einer Besserstellung von rund 798’000 Franken. Die Besserstellung ist mitunter auf Minderaufwände bei den Schulgemeinden, im Strassenunterhalt sowie diverse kleinere positive und negative Abweichungen zurückzuführen.
Der Gemeinderat hat unter Vorbehalt der Zustimmung der Bürgerschaft beschlossen, den ausgewiesenen Aufwandüberschuss von 531’739,38 Franken mit den kumulierten Ergebnissen der Vorjahre auszugleichen (Abnahme Eigenkapital). Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Bilanzsumme um 5,124 Millionen Franken auf neu 57,590 Millionen Franken erhöht.
Spezialfinanzierungen
In die Reserve der Spezialfinanzierung Feuerwehr konnte ein Betrag von 124’764,43 Franken eingelegt werden. Dank dieser Zunahme weist die Reserve per 31. Dezember 2025 einen Betrag von 1,425 Millionen Franken aus.
Die Spezialfinanzierung Abwasser weist nach der Einlage von 2663,34 Franken einen Saldo von 5,403 Millionen Franken aus. In die Spezialfinanzierung Abfall konnte ein Betrag von 16’410,25 Franken eingelegt werden. Diese weist per 31. Dezember 2025 entsprechend einen Betrag von 10’323,98 Franken aus.
Steuerabschluss und Steuerplan
Die budgetierten Steuereinnahmen wurden im Jahr 2025 beinahe erreicht. Der gesamte Steuerertrag liegt mit 16,575 Millionen Franken um 18’000 Franken unter dem Budget. Bei den Einkommens- und Vermögenssteuern für natürliche Personen wurden knapp 534’000 Franken mehr eingenommen als budgetiert.
Die Steuerkraft pro Einwohner (natürliche und juristische Personen) hat im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 89 Franken zugenommen und liegt bei 3024 Franken. Oberbüren liegt damit auf dem 17. Rang von 75 Gemeinden. Demgegenüber stehen Mindereinnahmen bei den Gewinn- und Kapitalsteuern sowie den Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern.
Im Budget 2026 wird bei den Einkommens- und Vermögenssteuern mit einem Ertrag von total 12,593 Millionen Franken gerechnet. Bei den Gewinn- und Kapitalsteuern juristischer Personen sowie bei den Grundstückgewinnsteuern wird im Budget 2026 im Vergleich mit der Rechnung 2025 mit einer leichten Zunahme gerechnet.
Die Sondersteuern (Grund- und Handänderungssteuern) bleiben im selben Vergleich in einem ähnlichen Rahmen.
Budget 2026
Die Entwicklung der Steuerkraft wurde in die Erarbeitung des Budgets miteinbezogen. Das Budget 2026 basiert auf einem gleichbleibenden Steuerfuss von 100 Prozent. Unter Berücksichtigung des Bezugs aus der Ausgleichsreserve von 700‘000 Franken wird mit einem Defizit von 1,470 Millionen Franken gerechnet.
Dieses setzt sich hauptsächlich aus Mehraufwänden für die Schulgemeinden zusammen. Der von den Schulen angemeldete Finanzbedarf von 14,183 Millionen Franken erhöht sich im Vergleich zur Rechnung 2025 um 824’900 Franken.
Zudem wirken sich die höheren Steuereinnahmen bei den Gemeindesteuern und den kantonalen Steueranteilen sowie ein Minderertrag bei den Sonderlastenausgleichszahlungen auf das Budget 2026 aus.
Finanzplanung 2026 bis 2030
Die vorliegende Finanzplanung basiert auf den Budgetzahlen 2026. Aufgrund der vorgesehenen Investitionen steigt der Abschreibungsbedarf konstant an.
Zudem sind die Finanzplanungen der drei Schulgemeinden integriert. In Anbetracht aller Faktoren muss gemäss der vorliegenden Finanzplanung bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 100 Prozent bis ins Jahr 2029 mit jährlichen Defiziten in der Höhe von 1,469 Millionen Franken bis 243’000 Franken gerechnet werden.
Ab dem Jahr 2030 wird unter Berücksichtigung einer Steuerfusserhöhung von 5 Prozent auf 105 Prozent erstmals ein Gewinn von 208’000 Franken verzeichnet. Dabei ist in allen Jahren ein Bezug aus der Ausgleichsreserve berücksichtigt (total 3,5 Millionen Franken).
Die ausgewiesenen Defizite können mit dem vorhandenen Eigenkapital gedeckt werden, sodass sich am Ende der Planungsperiode das freie Eigenkapital auf rund 26,132 Millionen Franken (exklusive Spezialfinanzierungen) belaufen wird. Trotz des hohen Eigenkapitals nimmt die Liquidität laufend ab und es muss vermehrt Fremdkapital aufgenommen werden.
Rechnung 2025 / Bilanz EVO
Die Elektrizitätsversorgung schliesst mit einem Defizit von 1,418 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von 1,558 Millionen Franken.
Die Differenz zum Budget lässt sich insbesondere auf tiefere Aufwände im Bereich Unterhalt, Kabelleitungen, Verteilkabinen und Trafostationen zurückführen. Das freie Eigenkapital der Elektrizitätsversorgung (exklusive Spezialfinanzierung CATV) beträgt somit per 31. Dezember 2025 rund 1,683 Millionen Franken.
Aus der Spezialfinanzierung «CATV-Anlage» beziehungsweise «BKA-Anlage» (Breitbandkommunikationsanlage) resultiert ein Ertragsüberschuss von 156’083,88 Franken. Die Reserve weist somit per 31. Dezember 2025 einen Betrag von rund 2,799 Millionen Franken aus.
Das Budget der Elektrizitätsversorgung Oberbüren rechnet mit einem Ertragsüberschuss von 265’000 Franken. Dieser ist hauptsächlich auf die Einstellung der Abfederungsmassnahmen zurückzuführen






