Thurgau

    Diessenhofen TG: Als die Birne in «Mostindien» noch der Star war

    Kanton Thurgau
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    Bodensee,

    Am Sonntag, 18. Oktober 2026, zeigt das Schaudepot St. Katharinental in Diessenhofen TG die Ostschweizer Mostkultur – mit Apfelschälwettbewerb und Degustation.

    Diessenhofen TG
    Das Mostobstlager in Romanshorn im Jahr 1922. - zVg

    Wie kam der Thurgau zu seinem Übernamen «Mostindien»? Und warum spielte die Birne hier einst die Hauptrolle? Die Mitmachführung «Apfel und Saft» am Sonntag, 18. Oktober 2026, im Schaudepot St. Katharinental hält überraschende Geschichten rund um die Ostschweizer Mostkultur bereit.

    Apfel und Thurgau verbindet eine lange Tradition. Als Saft, Dörrobst oder Schnaps prägt der Apfel seit Jahrhunderten das Leben in der Region. Gedörrtes Obst diente bis ins frühe 19. Jahrhundert als Brotersatz, Wegzehrung und wichtiger Vorrat für die versorgungsarme Zeit im Frühjahr.

    Historische Geräte in Aktion

    Die Historikerin Corinne Lanz-Schläfli stellt auf unterhaltsame Weise Geräte wie die «Thurgauer Röllsteinmühle» und das «Tresterstöcklieisen» vor.

    Danach ist Mitmachen angesagt: Beim Apfelschälwettbewerb ist Geschick gefragt, bevor die Teilnehmenden mit historischen Originalgeräten gemeinsam frischen Apfelsaft pressen.

    Als die Birne noch der Star war

    Zum Abschluss lädt Mostgaleristin Elisabeth Stäheli zur Degustation regionaler Spezialitäten wie Cidre, Birnenwein und alkoholfreier Obstgetränke. Dabei zeigt sich: Lange war in «Mostindien» nicht der Apfel, sondern die Birne der heimliche Star. Erst mit dem Aufkommen des Frischobstkonsums setzte sich der besser haltbare Apfel durch.

    Neukreationen der «Mostgalerie» nach historischen Rezepten bringen die süsse Mostbirne zurück ins Glas. Dazu wird ein rustikales «Chäsplättli» mit ausgewähltem Ostschweizer Käse und regionalem Brot serviert.

    Die Mitmachführung «Apfel und Saft» findet am Sonntag, 18. Oktober 2026, von 14 bis 16 Uhr statt und kostet 20 Franken pro Person. Die Führung wird in Gebärdensprache übersetzt. Das Schaudepot kann von 13 bis 16 Uhr frei besichtigt werden.

    Die Platzzahl ist beschränkt, eine Anmeldung erforderlich auf der Webseite des Historischen Museums Thurgau, Stichwort «Events».

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