Chancenwucher kostet HC Thurgau Punkte in Visp

Der HC Thurgau verliert auswärts beim EHC Visp mit 0:2. Trotz 36:20 Abschlüssen bleiben die Leuen ohne Tor und verpassen damit nun den vierten Sieg in Serie.

Wie der HC Thurgau mitteilt, verlieren die Thurgauer trotz eines klaren Chancenplus im Wallis mit 2:0, wobei der zweite Walliser Treffer erst ins leere Tor fiel. Das Unterfangen Sieg Nummer vier in Serie einzufahren, ging der HCT mit praktisch unveränderter Aufstellung im Vergleich zum letzten Spiel in Arosa an. Es war klar, dass ein Auswärtssieg beim EHC Visp wohl komplizierter werden dürfte als zuletzt in Bellinzona oder Arosa.
Hatten die Walliser bis anhin doch alle ihre Heimspiele gewonnen und zeigten sich ohnehin stark diese Saison ging doch keines ihrer sieben Spiele nach 60 Minuten verloren. Das Startdrittel konnten die Thurgauer dann allerdings ausgeglichen gestalten. Es schien, als hätten die drei letzten Siege doch einiges an Selbstvertrauen gegeben.
HCT lässt beste Chancen auf den Ausgleich liegen
Immer noch mangelhaft war die Chancenauswertung. Von mangelnder Qualität oder Talent in der Offensive zu sprechen ist aber sicher nicht die ganze Erklärung. Haben die Leuen mit Ljunggren, Truog, Binias, Derungs, Böhler oder auch Okabe doch einige Spieler auf dem Matchblatt, welche schon bewiesen haben, dass sie ganz genau wissen, wo das Tor steht.
Den Schlüssel zum Erfolg konnten diese und die anderen Thurgauer aber auch in Visp nicht finden. So war eine Druckphase der Walliser zu Beginn des zweiten Drittels und zwei Strafen durch Hinder und Marchand dann ausschlaggebend für den Walliser Führungstreffer durch Simon Wüest.
Neuenschwander, der kurz zuvor noch mehrmals mirakulös das Tor dichthalten konnte, war geschlagen. Die grossen HCT-Chancen auf den Ausgleich vergaben in der 33. Minute Kevin Haas auf wunderbare Vorarbeit von Livio Truog im Powerplay.
Danach Kevin Kühni kurz vor Drittelsende zwei Mal mit Schüssen ohne Verteidiger in der näheren Umgebung und 14 Sekunde vor der Pause Adam Rundqvist alleine im Slot mit leerem Tor vor sich. Wenn aber diese Abschlüsse allesamt harmlos im Bauch des Torhüters enden, dann wird es schwierig mit Punkten.
Thurgau verliert trotz 36 Abschlüssen mit 0:2
Das letzte Drittel des HCT war dann aber wirklich gut. Der Einsatz stimmte, die Mannschaft wollte sich gegen die Niederlage auflehnen und stemmte sich mit allem was sie hatte dagegen. Es war am Ende aber einfach nicht genug, Hazen schoss drei Sekunden vor Schluss zum 2:0 ein.
Es fehlte nicht an der Kraft, nicht am Talent, sondern ganz einfach an der Kaltblütigkeit und dem Selbstvertrauen vor dem gegnerischen Tor. Wer bei 36 zu 20 Abschlüssen mit 2:0 verliert, weiss haargenau, wo der Hund begraben liegt.
Wie die Thurgauer diesen vermaledeiten Puck endlich in die Maschen bringen sollen, weiss wohl niemand so ganz genau. Wäre es einfach, wäre die Lösung wohl schon lange gefunden. Fakt ist, dass das Team wohl auch ab Montag im Training hauptsächlich an einem Thema arbeiten wird und dies ist und bleibt das Problem mit der Gummischeibe, die im Netz landen soll.






