HC Thurgau bezwingt den EHC Visp mit eiskalter Effizienz

Nau.ch Lokal
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Weinfelden,

Ein überragender Huet liefert eine Torhüter-Gala mit 52 Paraden, frustriert Visp über 60 Minuten und ermöglicht Thurgau einen abgeklärten 3:0-Erfolg im Wallis.

HC Thurgau
Der HC Thurgau ist ein Schweizer Eishockeyclub aus Weinfelden im Kanton Thurgau. Der Club trägt seine Heimspiele in der Eishalle Güttingersreuti aus. - HC Thurgau/ Grafik Nau.ch

Wie der HC Thurgau mitteilt, sind ein leuenstarker Ewan Huet, sowie Doppeltorschütze Livio Truog hauptverantwortlich für den nächsten Sieg des HCT – diesmal auswärts beim EHC Visp.

Der HCT trat die Reise ins Wallis mit einem neuen Gesicht an. Verteidiger Leandro Hausherr kam vom EHC Kloten per B-Lizenz. Im Gegenzug beorderten die Flughafenstädter Dario Sidler zurück ins NL-Lineup. Im Tor stand ebenfalls einer, der zuletzt bei den Klotenern mitwirkte.

Nach der Rückkehr von Ludovic Waeber beim EHC Kloten ist nun Ewan Huet wieder zurück beim HCT. Eine Luxussituation für die Thurgauer, welche mit Mathieu Croce, Christof von Burg und Ewan Huet nun über drei sehr starke Swiss League – Torhüter verfügen.

Zeit das Lineup zu studieren hatte man auch während dem ersten Drittel zur Genüge. Es kam zwar insgesamt zu vier Powerplay-Situationen, je zwei für Visp und Thurgau, gefährlich wurde es aber insgesamt nur ganz selten. So wurde die Garderobe ebenso torlos betreten, wie sie 20 Spielminuten davor verlassen wurde.

Huet wächst über sich hinaus im Mitteldrittel

Im Mitteldrittel tat sich während 15 Minuten ein Mann hervor beim HCT. Ewan Huet, der sein zweites Spiel diese Saison im Leuendress spielte, lieferte zum zweiten Mal grossartig ab. Visp drückte, spielte eigentlich nur auf ein Tor und führte nach 40 Minuten die Schussstatistik mit 32:10 Abschlüssen an.

Dem gegenüber der junge Ewan Huet, teils sogar etwas allein gelassen mit einer Ruhe, wie sie sonst vor allem erfahrene Torhüter ausstrahlen. Huet parierte alles und als Thurgau in der 35. Minute endlich auch mal wieder zu einem Abschluss kam, war es Livio Truog der die Scheibe nach einem Abpraller über die Linie bugsierte.

Eine Führung aus dem nix, schmeichelhaft für den HCT. Nur 50 Minuten später eine Sternstunde von Dominik Binias. Der HCT-Stürmer, der schon seit sieben Liga-Spielen auf einen Treffer wartete, tanzte sich durch die Walliser Defensive und liess auch Erik Liljequist lässig aussteigen. Backhand ins Netz, da war die Zwei-Tore-Führung, mit der es auch in die zweite Pause ging.

Truog schnürt Doppelpack und entscheidet das Spiel

Im Schlussabschnitt machte einzig Victor Backman die Partie noch einmal spannend. Mit einem überharten Check und einer damit verbundenen Fünf-Minuten-Strafe liess er bei der Fondue-Gesellschaft im Wallis noch einmal Hoffnung aufkommen. Diese wurde dann aber wie ein Stück Brot in der Käsesuppe kurzerhand wieder versenkt.

Im Tor stand nämlich auch im Schlussabschnitt Ewan Huet und dieser hatte an diesem Abend trotz 52 Abschlüssen gegen sich keine Lust auf einen Gegentreffer. Chapeau zu dieser Leistung. Einen zweiten Hut zücken wir vor Livio Truog, der in der 56. Minute mit seinem zweiten Treffer des Abends die Partie endgültig besiegelte und zum 3:0-Schlussstand traf.

Wenn man Expected Goals und Schussstatistik anschaut, war der Sieg «unverdient» oder «gestohlen». Die abgeklärte Spielweise der Thurgauer gegen die ungenau und oft harmlos agierenden Walliser erklären aber auch diesen Sieg als absolut verdient. Thurgau war in den entscheidenden Momenten schlicht besser als der amtierende Meister der Swiss League.

Am Sonntag, 30. November 2025, kommen zum zweiten Mal innert 14 Tagen die GCK Lions in die Gütti. Der HCT freut sich auf viel Unterstützung von den Rängen beim Charity Game zugunsten der Krebsliga Thurgau und bei der Mission «Heimsieg Nummer zwölf» in dieser Saison.

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