Vom Stadttor zum Museum: Die Legende des Bogenturms

Das Museum Bischofszell zeigt die bewegte Historie des letzten Stadttors. Ab 10. Mai treffen Barock und Mittelalter in einer neuen Ausstellung aufeinander.

Der Bogenturm ist der einzige verbliebene Turm im Bischofszeller Städtchen und zugleich das ehemalige Stadttor. Wie die Stadt Bischofszell mitteilt, erzählt das Museum die Geschichte des Wahrzeichens in einer Sonderausstellung.
Die kleine Sonderausstellung zur bewegten Geschichte des Bogenturms befindet sich im zweiten Stock des Museums. Dabei trifft augenscheinlich Barock auf Mittelalter, ist die Ausstellung doch in einem Raum mit einer wunderschönen, vielfältigen barocken Stuckdecke eingerichtet.
Die Bollensteine, die beim neuen Durchbruch vom Museum zum Turm entfernt worden sind, künden von der Entstehung im Mittelalter. Im vorderen Teil des Raumes finden sich Text- und Bildtafeln zur Geschichte des Bogenturms, weiter sind alte Fotos zu sehen, bildliche Darstellungen aus verschiedenen zeitlichen Epochen sowie viele weitere Objekte, die den Turm zeigen.
Selber aktiv werden
Bei den geschichtlichen Exponaten finden sich auch Holzproben vom Bogenturm und ein Hohlbohrer als Anschauungsmaterial (Leihgabe des Amts für Archäologie Thurgau). Ebenso erläutert eine Bildtafel die Art und Weise der Datierung, und mittels zweier Holzplatten kann man sich selber im Zählen der Jahrringe üben.
Bischofszell gehört zu den am besten archäologisch erforschten Städtchen des Thurgaus und zu den schmucksten. Wer will, kann noch mehr aktiv werden und eine der vorliegenden Postkarten verschicken oder am Wettbewerb rund um den Durchbruch teilnehmen. Es winken kleine Preise, vom Kugelschreiber bis zum Cafégutschein.
Einblick in den Turm
Am Sonntag, 10. Mai um 15 Uhr findet im Festsaal im dritten Stock die Vernissage statt (Lift vorhanden). Die Ansprache zur Ausstellung hält die Bischofszeller Stadträtin Michaela Eugster. Neben der Ausstellung kann ein Teil des Bogenturms besichtigt werden. Zum Abschluss wird ein kleiner Apéro offeriert.






